Ghosts of the Chelsea Hotel(and Other Rock & Roll Stories)

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Ghosts of the Chelsea Hotel - 2023
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Man kann schon sagen, dass Danny Garcia eine Freund der Düsseldorfer Filmkunstkinos ist, jedenfalls feierten seine letzten Filme ihre Deutschlandpremiere im Atelier, oft mit aktiver Begleitung von Vom Ritchie von den Toten Hosen. Doch in seinem neuesten Film, der am 5.9. in New York Weltpremiere feiert und am folgenden Abend bei uns zu sehen ist, geht es nicht um Punk oder Musik, sondern um das altehrwürdige Chelsea Hotel in New York, dem er hier ein Denkmal setzt.

Es wurde bereits 1884 erbaut und als Appartementkomplex mit erschwinglichen Mieten eröffnet. 1905 erfolgte die Umwandlung in ein Hotel. 1946 wurde es von drei ungarischstämmigen Geschäftspartnern übernommen und blieb 65 Jahre lang im Besitz dieser Familien. Geleitet wurde es von David Bard, und als dessen eher unscheinbarer Sohn Stanley 1964 übernahm, begann die legendäre Zeit dieses einzigartigen Künstlerhotels.

Danny Garcia lässt allerlei unbekannte ‚Talking Heads‘ aus der zweiten Reihe von den Stars und Sternchen, die hier ein und ausgingen, erzählen. So kommen ehemalige Gäste und Bewohner, Angestellte und Freunde des Hotels zu Wort, alles Augenzeugen, die allerlei Geschichten zu erzählen haben über die Promis, die hier lebten, arbeiteten, übernachteten oder einfach nur mal vorbeischauten. Es waren Schauspieler, Schriftsteller und Musiker, darunter Mark Twain, Dylan Thomas, Arthur Miller, Tennessee Williams, Jack Kerouac, Thomas Wolfe, William S. Burroughs, Bob Dylan, Iggy Pop, Leonard Cohen, Janis Joplin, Bob Marley, Ethan Hawke, Cher, Madonna u.v.a. Sie alle sind dem Haus tief verbunden und erzählen ihre persönlichen Geschichten, Erinnerungen und Erfahrungen mit dem Hotel, das lange Zeit als Zentrum für Kunst und Bohème bekannt war.

Die Interviews wurden alle im Gebäude des Chelsea Hotels gedreht, was dem Film ein authentisches Gefühl des „Dabeiseins“ verleiht, der durch die vielen Originalaufnahmen verstärkt wird. Andy Warhol spricht über die einzigartige Energie des Hotels und wie es seine Kunst inspirierte; die berüchtigten Parties von Salvatore Dalí finden Erwähnung, wie auch die Exzesse, die das Hotel immer wieder in die Schlagzeilen brachte.

Danny Garcias Film beleuchtet die Rolle des Hotels in den kulturellen und künstlerischen Bewegungen des 20. Jahrhunderts, von der Beat-Generation bis zur Punkrock-Szene. Er geht auch auf die Kontroversen und Tragödien ein, die sich im Hotel zugetragen haben und beschreibt es als einen Ort, an dem alles möglich war, an dem Kreativität florierte und an dem Menschen aus allen Gesellschaftsschichten in einer chaotischen und lebendigen Gemeinschaft zusammenkamen. Insgesamt ist ihm ein faszinierender und aufschlussreicher Blick auf eines der kultigsten und legendärsten Gebäude in New York City gelungen, der die reiche Geschichte des Hauses und seine kulturelle Bedeutung herausstellt. Und wenn er am Ende auch ein paar Geister beschwört, mag man dies so verstehen, dass all diese Geschichten niemals vergessen sein werden und notfalls auf einer spirituellen Ebene weiterleben.

 

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