VorschauSTART | 11.06.2026

Im Reich der SinneWiederaufführung zum 50. Jubiläum

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Im Reich der Sinne - 1976
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Nagasi Oshimas bekanntestes Werk, das auf einem realen Ereignis aus dem Jahr 1936 basiert, löste bei der Aufführung auf der Berlinale 1977 einen Skandal aus: der Film wurde als „harte Pornographie" beschlagnahmt. Im Jahr darauf wurde er allerdings ungekürzt für die Kinos freigegeben und darüber hinaus von der Filmbewertungsstelle mit dem Prädikat „besonders wertvoll" ausgezeichnet. Bis heute gilt der Film als eines der radikalsten Werke der Filmgeschichte, das Sexualität und Obsession bis ins Detail auslotet.

Kichizô führt ein Geisha-Haus, in dem auch Sadda als Dienerin und Prostituierte arbeitet. Zwischen ihnen entwickelt sich eine Leidenschaft, die alle Tabus und Konventionen hinter sich lässt und zunehmend obsessiver wird. Die Lust, die sie in ihrer Ekstase empfinden, wird durch den Schmerz gesteigert. Ihre Obsession hat schließlich fatale Folgen… „Oshima verzichtet sowohl auf narrative Ausschmückung der Handlung als auch auf psychologische Motivation der Figuren. Stattdessen beschreibt der Film in äußerster ästhetischer Reduktion die menschliche Sexualität als eine nicht kontrollierbare, in letzter Konsequenz zerstörerische Kraft.“ (Filmdienst)

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