VorschauSTART | 25.06.2026

Ingeborg BachmannJemand, der einmal ich war

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Ingeborg Bachmann - 2026
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“Nicht ganz eine Frau” mit zahllosen “Todesarten”: Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann beschwören Dokumentarfilmerin Regina Schilling (IGOR LEVIT - NO FEAR) und Schauspielerin Sandra Hüller ihren Geist zu einem kunstvollen Porträt.

Sie schrieb zu einer Zeit, in der ernstzunehmende Literatur noch weitgehend den Männern vorbehalten war – und dagegen an. Die österreichische Schriftstellerin Ingeborg Bachmann (1926-1973), nach der heute eine der wichtigsten Auszeichnungen für deutschsprachige Literatur benannt ist, sah sich zeitlebens Vergleichen mit männlichen Kollegen ausgesetzt und wurde häufig v.a. über ihre Beziehungen zu Paul Celan und Max Frisch wahrgenommen. Gleichzeitig entwickelte sie von ihren lyrischen Anfängen in den Fünfzigern bis hin zu ihrem in großen Teilen erst postum veröffentlichten erzählerischen Werk der Sechziger und Siebziger eine dezidiert weibliche Stimme…

Filmemacherin Regina Schilling und Schauspielerin Sandra Hüller wagen den Versuch, sie wie in einer Séance zu channeln: Zwischen reichhaltigem Archivmaterial der echten Bachmann und ihrer Zeit und natürlich ihren dies alles kommentierenden Texten, lässt Hüller, die die Texte liest, sie sozusagen von sich Besitz ergreifen und verkörpert wortlos, wie sie sich gefühlt haben mag. Ein intensives Schauspiel und ein ungewöhnlich aufschlussreiches Dokument.

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