Lebensansichten eines Huhns
Deutschland, Griechenland, Ungarn | 2025 | FSK 12

Von Hühnern und Menschen: LEBENSANSICHTEN EINES HUHNS erklärt uns die Welt aus der Sicht eines Huhns. Es kommt auf einer Hühnerfarm zur Welt, doch kaum geschlüpft, fällt es auf ein Fließband, wird trocken geföhnt und schon wieder aussortiert. Mit seinem schwarzen Gefieder gilt es als unverkäuflich und ein Arbeiter nimmt es mit nach Hause für eine leckere Suppe. Doch das hässliche Hühnchen erweist sich als clever und nimmt auf einer Tankstelle Reißaus.
Viel gewonnen hat es damit noch nicht, denn nun steht es auf der Speise-Wunschliste eines Fuchses, der es entdeckt hat. Doch wieder gelingt dem cleveren Federvieh die Flucht, indem es einen LKW als Mitfahrgelegenheit nutzt und danach auf Wiesen und Feldern einen kurzen Moment die Freiheit genießt. Doch dann wird es von einem Hund gefangen, der es zu seinem Herrchen auf einen heruntergekommenen Bauernhof apportiert. Der Bauer sperrt es in einen Hühnerstall, der dummerweise jede Menge Puten beherbergt, was einigen Ärger nach sich zieht. Unser schwarzes Federvieh bricht wieder aus und gewinnt allmählich den Respekt des Bauerns, je öfter es aus dem Hühnerstall entkommt. Denn irgendwie geht es dem Bauer genauso, auch er ist längst nicht mehr der Herr auf seinem Hof, der von Gangstern als Umschlagplatz für ihre illegalen Geschäfte mit Flüchtlingen genutzt wird.
So entwickeln sich die Lebenserfahrungen unseres Hühnchens zu einer Parabel auf das Leben. Regisseur György Pálfi hat in seinem vielfach preisgekrönten Film die erstaunlich komplexe Koexistenz von Mensch und Huhn sehr genau und berührend beobachtet, und die Schlussfolgerungen überlässt er augenzwinkernd dem Zuschauer.


