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VorschauSTART | 03.02.2022

Wo in Paris die Sonne aufgeht

Cannes 2021

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les olympiades - 2021 - poster
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Für seinen neuen Film hat Jacques Audiarder mit Celine Sciamma zusammengearbeitet, die man für ihre leisen Töne aus PORTRÄT EINER JUNGEN FRAU IN FLAMMEN kennt. Doch die beiden können auch anders. In einem Schwarzweißfilm, der auf den Graphic Novels des New Yorker Cartoonisten Adrian Tomine beruht, erzählen sie in drei lose miteinander verbundenen Geschichten vom Leben und der Liebe junger Menschen, die in der Hochhaussiedlung Les Olympiades (so der Originaltitel) leben.

Dieses ehemalige Arbeiterviertel gilt auch als „asiatisches Viertel“, wo die Protagonisten dicht gedrängt, zwischen Sehnsüchten, Abenteuern und Dramen leben: Émilie schlägt sich nach ihrem Elite-Studium mit billigen Gelegenheitsjobs herum, hat schnellen Sex und träumt von einer Beziehung; Camille hat als junger Lehrer beruflich noch Illusionen, dafür keine in der Liebe und Nora ist in die Stadt gekommen, um ihrer Vergangenheit zu entfliehen und mit Anfang Dreißig ihr Jura-Studium wieder aufzunehmen.
Geschickt lässt Audiard sich die Kurzgeschichten immer wieder überschneiden, so dass bald daraus ein einzige lange Geschichte wird. Seine grobkörnigen Schwarzweiß-Bilder zeigen uns einen Stadtteil jenseits des touristischen Paris. Die Geschichten spielen fast ausschließlich in Hochhäusern und werden zum Porträt einer Generation von Thirtysomethings, die in der Banlieu geboren sein könnten und es bis hierhin geschafft haben.

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