Maria Magdalena

Maria Magdalena

Ganz anders als damals Mel Gibsons „Die Passion Christi“ soll Garth Davis' hochambitioniertes Bibeldrama „Maria Magdalena“ werden, das die Geschichte um die Kreuzigung und Wiederauferstehung von Jesus aus der Perspektive seiner gerüchteumwitterten Begleiterin erzählt. Im christlichen Glauben eine Heilige, in der popkulturellen Literatur Jesus' Geliebte, spürt Davis' mit spiritueller Fotographie dem Leben dieser Frau nach. Zugleich ist dies der letzte Film, für den der isländische Komponist Jóhann Jóhannsson (Arrival, Sicario) den Soundtrack beisteuerte, bevor er Mitte Februar überraschend mit nur 48 Jahren verstarb.

Die junge Maria Magdalena (Rooney Mara) verlässt Heim und Familie, um sich einer radikalen sozialen Bewegung anzuschließen, die von dem charismatischen Prediger Jesus von Nazareth (Joaquin Phoenix) gegen die römischen Invasoren angeführt wird. Die Welt sei im Wandel, sichert er der Neuzugängerin vertrauensvoll zu. Sie wird zur einzigen weiblichen Jüngerin, die sich seiner treuesten Gefolgschaft anschließt. Doch trifft sie Jesus erst zu einem späten Zeitpunkt seines Lebens, und muss somit schon bald auch zur Zeugin seiner brutalen Marter werden. Garth Davis, der bereits mit „Lion“ ein bewegendes Debüt inszeniert hatte, versammelt eine hochkarätige Starriege für sein neues Projekt und beeindruckt nicht nur auf schauspielerischer, sondern auch auf visueller Ebene.

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