VorschauSTART | 22.10.2026

Moscas- Fliegen und andere Gäste

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Moscas - 2026
Informationen

Olga lebt seit dem Ableben Ihres Mannes zurückgezogen in einem Wohnkomplex in Mexiko-Stadt. Aus finanzieller Not vermietet sie ein Zimmer an Tulio, dessen Frau im Krankenhaus behandelt wird. Als dieser heimlich seinen neunjährigen Sohn Cristian mitbringt und ihn für einige Tage bei Olga zurücklässt, wird ihre abgeschottete Welt aufgebrochen.

Fernando Eimbcke erzählt in Moscas mit Ruhe von zwei Menschen an völlig unterschiedlichen Punkten ihres Lebens. Da ist der Junge, der die Welt noch vor sich hat, und Olga, die längst auf ihr eigenes Leben zurückblickt. In ihrer vorsichtigen Annäherung entfaltet sich eine berührende Reflexion über Alter, Familie und Vergänglichkeit, aber auch darüber, was man vielleicht verpasst hat. Eimbcke vermeidet Sentimentalität und findet stattdessen einen trockenen, leisen Humor. Die Schwarz-Weiß-Fotografie von María Secco verleiht dem Film zeitlose Eleganz. In Cristian klingt zugleich eine große Tradition des Kinos an: Chaplins “The Kid” ebenso wie Truffauts “Sie küssten und sie schlugen ihn”. Filme, in denen Kinder nicht bloß Begleiter sind, sondern mit ihrer Körperlichkeit, Verletzlichkeit und Sicht auf die Welt zum emotionalen Zentrum werden. Auch hier ist das Kind komisch, traurig und erstaunlich erwachsen zugleich. Ein zärtlicher, kluger Film über zwei Generationen, die sich begegnen und einander mehr geben, als sie ahnen.

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