Papillon

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Papillon 1975 Filmposter

Der Schmalspurganove Henri Charriere (Steve McQueen), auch "Papillon" (Schmetterling) genannt, wird zu unrecht eines Mordes angeklagt und zu lebenslanger Zwangsarbeit in einer Strafkolonie in Französisch-Guyana verurteilt. Auf dieser sogenannten "Teufelsinsel" wäre jeder Ausbruchsversuch absolut zwecklos. Doch Papillon kann nur an Flucht denken und arbeitet mit Hilfe seines neugefundenen Freundes, dem Geldfälscher Louis Dega (Dustin Hoffman), einen Plan aus.

Franklin J. Schaffner, der u.a. „Patton – Rebell in Uniform“ (1970) und „Planet der Affen“ (1968) drehte, inszenierte mit „Papillon“ keinen gängigen Gefängnis-Film, obwohl der Streifen alle Elemente dieses Sub-Genres enthält: Ankunft und Eingewöhnung in der Strafkolonie, brutale Haftbedingungen, Einzelhaft und ihre Folgen, Fluchtpläne, Flucht und so weiter. „Papillon“ weitet den Blick für das, was man mit der abgedroschenen Phrase „unbändiger Drang nach Freiheit“ nur allzu unzureichend ausdrücken kann und doch genau diesen Drang meint, der in Papillon nicht unterzukriegen ist. Einerseits in der Gegenüberstellung so unterschiedlicher Charaktere wie Papillon und Dega, andererseits in der Widersprüchlichkeit von sonnenüberfluteter lateinamerikanischer Atmosphäre, Landschaft und vor allem der scheinbaren räumlichen und zeitlichen Endlosigkeit des Meeres hier, der erzwungenen Begrenztheit und der Dunkelheit und enervierenden Abgeschiedenheit der Einzelhaft dort entfaltet sich ein Raum, der für den Betrachter fast ebenso Unerträgliches enthält wie die Jahre in Haft für Papillon, der die ganzen Jahre nur einen Gedanken hat: Flucht. Flucht aber nicht nur als Entkommen von etwas, sondern vor allem als Weg zu etwas.

Steve McQueen und Dustin Hoffman sind in Glanzrollen zu sehen. Hoffman spielt einen äußerlich zurückhaltenden, fast scheu wirkenden Dega, dessen Einfälle allerdings von anderem als Zurückhaltung zeugen, der gleichzeitig jedoch aus körperlicher Unterlegenheit auf den Schutz durch Papillon angewiesen scheint. Erst später merkt er, dass er diesen Schutz nicht braucht. Auch McQueen spielt Charrière eher zurückhaltend, fast minimalistisch, aber so ist eigentlich der ganze Film angelegt und unterscheidet ihn aus diesem Grund von gängigen Gefängnisrevolte-Filmen.

Quelle: filmstarts.de

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