Possible Love
Südkorea | 2026 | FSK TBA
Venedig 2026: Großer Preis der Jury

Neben WILD HORSE 9 stand POSSIBLE LOVE gleich zu Beginn des Filmfestivals in Venedig bei Kritikern und Publikum ganz oben auf der Favoritenliste für den Goldenen Löwen. Zurecht: Mit Anklängen an PARASITE, aber zarter und subtiler inszeniert, stellt der südkoreanische Regisseur Lee Chang-dong (BURNING) die Frage, ob Mitglieder unterschiedlicher sozialer Gesellschaftsschichten miteinander befreundet sein können.
Ja, wenn beide sich mit gegenseitigem Respekt begegnen, so die Antwort, doch diesen Zustand zu erreichen, ist alles andere als leicht. Zu viele Missverständnisse und Vorurteile stehen dem entgegen, auch wenn beide Seiten guten Willens sind.
Aufgezeigt wird dies am Beispiel zweier Paare: Eine wohlhabende Dokumentarfilmerin mit reichem Ehemann und eine Arbeiterin, deren Mann kürzlich gekündigt wurde, treffen bei einem gemeinsamen Filmprojekt aufeinander. Obwohl sich die beiden Frauen gut verstehen und sich mehr und mehr anfreunden, machen verborgene Sehnsüchte, unverarbeitete Geschehnisse in der Vergangenheit und die unterschiedlichen Zukunftsperspektiven beider Paare diese Freundschaft zu einem sehr zerbrechlichen Gut.
Mit POSSIBLE LOVE präsentierte Festivalleiter Barbera wie in den Jahren zuvor neben WILD HORSE 9 einen heißen Oscar-Anwärter, der nicht von einem großen Hollywood-Studio produziert wurde und zeigte, wie spannend eine Festival sein kann, das konsequent auf Qualität statt auf große Stars setzt.


