Pressure
Großbritannien, Frankreich | 2026 | FSK TBA

Eine an historischen Ereignissen eng angelehnte Geschichte trotz ihres bekannten Ausgangs spannend zu erzählen- diese Aufgabe musste Regisseur Anthony Maras bei seinem Film PRESSURE über den D-Day in der Normandie ein Jahr vor Ende des 2. Weltkriegs bewältigen. Dies gelingt ihm überzeugend in der Form eines dicht inszenierten Kammerspiels, das sich auf einen bisher wenig beachteten Aspekt seiner Vorgeschichte konzentriert: die Wetterprognose.
Anfang Juni 1944: Die Alliierten planen am 5. Juni über die Atlantikküste in der Normandie einen Überraschungsangriff auf das von den Deutschen besetzte Frankreich. Die streng geheim gehaltene Operation unter der Führung von General Eisenhower ist minutiös geplant, doch es gibt eine Unsicherheit – das Wetter. Schlechtes Wetter und Sichtverhältnisse könnten die Operation zum Scheitern bringen und Tausenden Soldaten das Leben kosten. Aus diesem Grund wird der britische Chef-Meteorologe James Stagg ins Southwick House, Hauptquartier der alliierten Befehlshaber in Südengland, beordert, um gemeinsam mit seinem amerikanischen Kollegen Colonel Krick das Wetter zu prognostizieren. Dumm nur, dass beide völlig gegensätzlicher Meinung sind.. Es beginnt ein nervenaufreibendes Duell, bei dem nicht weniger als die letzte Gelegenheit, Hitler-Deutschland zu besiegen, auf dem Spiel steht. Die Zeit drängt, denn jeden Moment könnte der Feind von dem Plan Wind bekommen und alles vereiteln.
Brendan Frazer als Eisenhower besticht mit seiner überragenden Leinwandpräsenz, Andrew Scott als Stagg ist ein ihm ein ebenbürtiger Partner, gemeinsam lassen sie uns die erdrückende Last der Verantwortung spüren, unter dem beide stehen. Anthony Maras gelingt es, sich dem bekannten Geschehen aus einer neuen Perspektive zu nähern, setzt statt Action auf Dialoge und das nuancierte Spiel des Ensembles.


