Schweigend steht der Wald

Perspektive Deutsches Kino, Berlinale 2022

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Schweigend steht der Wald - 2022
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Nach der Befreiung der Konzentrationslager wurden viele Juden auf sogenannte Todesmärsche geschickt, an deren Wegrändern man heute noch Funde ihrer Knochen macht. Todesursache war nicht nur Hunger und Erschöpfung, oft machte auch die hiesige Bevölkerung Jagd auf die Freigelassenen.

Saralisa Volm inszeniert in ihrem Regiedebüt dieses spannende Thema wie einen Krimi, in dem sie die Forstpraktikantin Anja in den Oberpfälzer Wald schickt, um ihre Abschlussprüfung zu machen. Hier ganz in der Nähe des KZs Flossenbürg verschwand ihr Vater vor 20 Jahren auf ungeklärte Weise. Jetzt ist sie mit Vermessungsarbeiten beschäftigt und entwickelt sich schnell zur Zeichenleserin des Waldes. Stück für Stück bringt sie Funde einer grausigen Vergangenheit an den Tag, die die Bewohner glaubten sorgfältig vergraben zu haben. Sie betrachten ihr Tun mit Argwohn und als ihre Funde immer eindeutiger werden, bringen sie ein Bauernopfer. Doch Anja macht die wundersam schnelle Aufklärung des Falls skeptisch. Sie wird den Eindruck nicht los, auf ein viel größeres Geheimnis gestoßen zu sein.

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