Sirât

Preis der Jury, Cannes 2025

Infos Vorführungen

Sirat - 2025

Europäischer Filmpreis 2026 

Informationen

Kino wie wir es noch nicht gesehen haben, bietet der neue Film des katalanischen Regisseurs Óliver Laxe, der 2019 mit FIRA WILL COME in der Un Certain Regard antrat. Nun gewann der den Jury-Preis für ṢIRĀṬ und zeigte, dass das Kino sich ständig weiterentwickelt und immer wieder neue Erzählformen erfindet. Dabei löst er sich vom klassischen Erzählkino und nimmt uns mit auf eine emotionale Reise in die marokkanische Wüste.

Hier findet ein gigantischer Party-Rave statt, zu dem Hunderte mit Unimogs angereist sind. Auch den Familienvater Luis (Sergi López) hat es hierher verschlagen, nicht wegen der Musik, sondern weil er hofft, hier seine Tochter wiederzufinden, die von zuhause ausgebüchst ist. Doch die große Party, bei der ordentlich Drogen konsumiert werden, wird vom Militär aufgelöst. Der Vater schließt sich den Veranstaltern an, die ihm bei der Suche nach seiner Tochter helfen wollen, doch der Wüstentrip wird zu einem Alptraum, der Züge eines Horrorfilms annimmt.

Dabei erzählt Laxe keine wirkliche Geschichte, sondern lässt uns auf dem dünnen Handlungsfaden zu einem irren Soundtrack von Kangding Ray durch die Wüste raven. Ṣirāṭ kommt aus dem Arabischen und bedeutet soviel wie „Weg“ oder „Pfad“. Für Óliver Laxe hat dieser Weg zwei Dimensionen: eine physische und eine metaphysische oder spirituelle. Auch der Übergang zwischen Hölle und Paradies wird Ṣirāṭ genannt und irgendwie scheint es, als würde uns der Regisseur auf diesem Weg führen, auf eine spirituelle Reise, die uns Schmerz, Stille und Ekstase erfahren lässt, getragen von hypnotischen Bildern und Klang-Skulpturen aus Techno und futuristischen Rhythmen.

 

Galerie
mehr