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Sorry, we missed you

AWARDS: Cannes 2019

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Sorry, we missed you - 2019 Filmposter

"Sorry, we missed you" ist auch online verfügbar.

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Informationen

Neben Mike Leigh ist nach wie vor Ken Loach einer der wichtigsten sozialrealistischen Filmemacher Europas. Hatte er früher dabei noch auf sentimentale Noten der Hoffnung gesetzt, bieten seine aktuellen Arbeiten keine Utopien mehr, sondern bittere Zustandsbeschreibungen des Neoliberalismus. Nach „I, Daniel Blake“ widmet er sich erneut dem Schicksal eines Arbeiters, der an den Auswüchsen eines Systems zu Grunde geht, das sich der Gewinnmaximierung einiger weniger verschrieben hat.

Die Familie Turner kämpft im englischen Newcastle mit prekären Lebensumständen. Während die Mutter Abbie (Debbie Honeywood) sich als mobile Krankenschwester aufreibt, schlägt sich ihr Mann Ricky (Kris Hitchen) mit Aushilfsjobs durch. Trotz der vielen Arbeit reicht das Geld hinten und vorne nicht. Ein Jobangebot als Paketlieferant scheint eine Wende zu bringen, zumal eine Selbstständigkeit in Aussicht gestellt wird. Doch im Klartext bedeutet das weder Privilegien noch Freiheit, sondern vor allem Eigenhaftung und erzwungene Verschuldung. Rick muss einen Lieferwagen mieten, auf Zeit arbeiten und für jedes zu spät zugestellte Paket sogar Strafe zahlen. Messerscharf zeigt Loach auf, wie neoliberale Strukturen immer mehr zur Minderung der Sozialstandards und Arbeiterrechten führen. Mit seinen über 80 Jahren ist ihm einer der relevantesten Filme des Jahres gelungen.