VorschauSTART | 19.02.2026

Souleymans Geschichte

César 2024 (Bester Nachwuchsdarsteller)

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Souleymans Geschichte - 2024
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Informationen

Man könnte meinen, es mit einem Film der Dardenne-Brüder zu tun zu haben, so harsch und unmittelbar wird die Geschichte des Mittzwanzigers Souleyman erzählt – eines Migranten aus Guinea, der in Paris sein Glück sucht. Doch Regie bei dem in Cannes und bei den Césars vielfach ausgezeichneten Drama führte Boris Lojkine, der hier ein bemerkenswertes Sozialdrama vorlegt.

Schon von Berufs wegen kommt Souleyman kaum zur Ruhe: Als Fahrradkurier rast er durch die Straßen von Paris, unerbittlich überwacht von der App seines Auftragsgebers. Jede Minute zählt, Zeit ist Geld, viel bleibt am Ende der Woche ohnehin nicht übrig. Denn Souleyman lebt ohne Papiere in Frankreich und kann deshalb keiner regulären Arbeit nachgehen.

In einem früheren Film beschrieb der Filmemacher Boris Lojkine den langen Weg von Westafrika nach Europa, in SOULEYMANS GESCHICHTE  geht es um das Schicksal vieler Migrant:innen im Herzen Frankreichs. Hauptdarsteller Abou Sangare stammt selbst aus Guinea, einer ehemaligen französischen Kolonie in Westafrika, und spielt hier seine erste Filmrolle – in die auch eigene Erlebnisse eingeflossen sind.

Ganz nah bleibt die Kamera an ihrer Hauptfigur, folgt ihm durch die Straßen, wenn er Autos ausweicht um seine Lieferungen möglichst schnell zu erledigen. Kontakt zu den meist weißen Kund:innen gibt es kaum. Auch in den Restaurants werden Lieferanten wie er selten gerne gesehen und müssen oft draußen warten – selbst bei Kälte.

Unerbittlich schildert Lojkine dieses Leben, das exemplarisch für Viele steht, die im Westen bleiben wollen, dem Staat nicht auf der Tasche liegen und von den Strukturen der Gig-Economy gnadenlos ausgenutzt werden.

 

Besprechung in der FAZ hier.

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