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Supernova

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Supernova - 2021 poster
Vorführungen
Atelier
  • Fr22.10.
  • Sa23.10.
  • So24.10.
  • Mo25.10.
  • Di26.10.
  • Mi27.10.
  • Do28.10.
  • Fr29.10.
  • Sa30.10.
  • So31.10.
  • Mo01.11.
  • Di02.11.
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Informationen

Zwanzig Jahre sind Sam (Colin Firth) und Tusker (Stanley Tucci) ein Paar und ihre Liebe ist immer noch aufregend wie am ersten Tag. Doch seit bei Tusker eine Demenz diagnostiziert wurde, hängt ein dunkler Schatten über ihrem Leben. Um ganz für Tusker da sein zu können, hat Sam seine erfolgreiche Karriere als Pianist aufgegeben. Nun wollen die beiden die Zeit, die ihnen bleibt, gemeinsam auskosten und brechen mit ihrem alten Wohnmobil auf zu einer großen Reise.

Gemeinsam haben sie diese Reise beschlossen, doch es wird nicht nur eine Reise, auf der sie  Freunde, Familie und Orte ihrer gemeinsamen Vergangenheit besuchen. Es wird auch eine innere Reise, auf der ihre unterschiedlichen Meinungen, wie mit dieser Situation umzugehen ist, miteinander kollidieren. Sam will keine Konzerte mehr spielen und sich für seinen Freund alle Zeit der Welt nehmen, während für Tusker diese Zeit gerade abläuft. Noch sind seine Ausfallerscheinungen nicht allzu groß, er verläuft sich gelegentlich im Supermarkt, doch als er bei einer Surprise-Party eine Dankesrede anstimmen will, fehlen ihm die Worte. Das trifft den ehemals leidenschaftlichen Schriftsteller dann schon. „Du bist noch immer du! Der Typ, in den Sam sich verliebt hat“, tröstet ihn seine Schwägerin.Doch seine schonungslose Selbstdiagnose lautet: „Nein, das bin ich nicht. Ich sehe nur noch so aus!“ Tusker hält gar nichts von der Idee, sich von Sam pflegen zu lassen und diese letzte Phase des Lebens gemeinsam durchzustehen. Denn Tusker möchte die Welt verlassen, als der, der er ist. Er möchte so erinnert werden wie er war und nicht so, wie er bald sein wird. Zum Entsetzen von Sam trägt er sich mit Selbstmordgedanken und macht seinem Freund auf dieser langen Reise behutsam klar, dass die einzige Hilfe, die er ihm noch geben kann Sterbehilfe ist.

Mit beeindruckenden Einfühlungsvermögen entwickelt Regisseur Harry Macqueen diese Problematik, stellt die Liebe der beiden auf eine letzte Probe. Während Sam sich für seinen Freund alle Zeit der Welt nehmen will, läuft genau die für Tusker gerade ab. Denn wenn er will die Welt als der verlassen, der er ist, muss er jetzt Entscheidungen treffen. Auch wenn er noch einige Jahre leben könnte, diese Entscheidungen könnte er dann nicht mehr treffen. Ein Dilemma, das Tusker seinem Freund behutsam, aber umso eindringlicher auf dieser Reise klar macht und uns Zuschauer für einen Aspekt dieser Krankheit sensibilisiert, der so, zumindest im Kino, noch nicht verhandelt wurde.

Macqueen ist durch zwei Fälle in seinem Freundes- und Bekanntenkreis auf die Problematik, die diese Krankheit mit sich bringt, aufmerksam geworden. Drei Jahre lang hat er recherchiert, mit führenden Demenz-Spezialisten gesprochen und dem  Wellcome Trust zusammengearbeitet. Er hat Zeit mit Menschen verbracht, die inzwischen verstorben sind, an der Krankheit oder durch Selbstmord. “Es waren einige der ergreifendsten und wichtigsten Erfahrungen meines Lebens”, sagt der Regisseur, der mit diesem Film einen Versuch unternimmt, diesen Menschen und ihren Geschichten auf eine wahrhaftige und ursprüngliche Art gerecht zu werden. Dafür stehen ihm zwei der weltbesten Schauspieler zur Seite, denen es gelingt, die Tiefe und Tragik dieser Thematik auszuloten, um schließlich einigen der wichtigsten  Fragen des menschlichen Daseins auf den Grund zu gehen. 

 

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