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VorschauSTART | 16.07.2020

Sibyl Therapie zwecklos

AWARDS: Festival de Cannes 2019

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Sibyl - 2019 -Filmposter
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Wo liegt die Grenze zwischen Fiktion und dem wahren Leben? Justine Triet zeigt uns in ihrem neuen Film, welcher zwischen Drama und Komödie seinen Platz findet, die Geschichte einer Psychotherapeutin, die das Leben ihrer Patientin in einen erfolgreichen Roman verwandelt und dabei ihre Rolle völlig vergisst. Dies ist zwar die grundlegende Handlung, damit wäre aber noch lange nicht alles abgedeckt. Sybil ist ein Film, der immer wieder überrascht und eine perfekte Gratwanderung zwischen Ernst und Humor aufrecht hält.

Die Psychotherapeutin Sibyl, gespielt von Virginie Efira, verliert sich zwischen ihrem Alltag, ihrer Vergangenheit, der fiktiven Geschichte in ihrem Buch und dem Leben ihrer neuen Patientin. Auf der Suche nach einem Inhalt für ihr neues Werk, welches sie vergeblich zu schreiben versucht, trifft sie auf die junge Schauspielerin Margot Vasilis (Adèle Exarchopoulos), welche fortan ihre neue und einzige Patientin sein wird. Ihre Person und ihr aufgewühltes Leben ziehen Sybil in ihren Bann. Schnell wird sie zu ihrer Inspiration. Sie verliert sich in Margots Geschichte, die bald auch ihre Geschichte ist. Auch wenn es zwischendurch nicht nur für die Protagonistin, sondern auch den Zuschauenden schwierig ist der Realität zu folgen, schafft die Regisseurin Justine Triet es, einer Handlung, die leicht abgenutzt wirkt, neues Leben einzuhauchen und erschafft somit einen sehr ehrlichen Film, der an das klassische Kino erinnert. Darüber hinaus glänzen vor allem Sandra Hüller und Adèle Exarchopoulos in ihren erfrischend zerstreuten und doch sehr starken Rollen, welche wie für sie gemacht zu sein scheinen.