Tata- Vater
Rumänien, Deutschland, Niederlande | 2024 | FSK TBA

Düsseldorfer Premiere
mit Regisseurin Lina Vdovîi und Kameramann Radu Ciorniciuc
Eine junge Journalistin verlässt ihre Heimat Moldawien, um Abstand zu ihrem Vater zu gewinnen, der für Schmerz und Trauma in ihrer Kindheit verantwortlich ist. Jahre später kehrt sie zurück, um ihn mit der Vergangenheit zu konfrontieren und entdeckt, dass auch er Opfer von Missbrauch wurde, verübt durch seinen ehemaligen Arbeitgeber in Italien.
Die filmische Auseinandersetzung basiert auf Erinnerungen an Lina Vdovîis Kindheit, die von häuslicher Gewalt geprägt war: Der Vater verletzt die Mutter schwer, während die Kinder sich verängstigt im Schlafzimmer verstecken. Eine Erfahrung, die sich tief in das Familiengedächtnis einschreibt. Jahre später zeigt sich, wie solche Traumata weiterwirken: Nach ihrer eigenen Scheidung wird der Tochter vorgeworfen, manipulativ und kontrollierend zu handeln – Verhaltensweisen, die denen ihres Vaters unheimlich ähneln. Ihre Recherchen legen offen, wie Muster von emotionaler Erpressung, häuslicher Gewalt und traumatischen Erfahrungen sich über Generationen hinweg fortsetzen können.
TATA ist ein eindringlicher Dokumentarfilm über familiäre Gewalt, ihre Weitergabe und die schwierige, aber notwendige Arbeit, diesen Kreislauf zu durchbrechen. Mit großer Sensibilität beobachtet der Film, wie eine Familie versucht, der Macht der Vergangenheit entgegenzutreten und neue Formen des Miteinanders zu finden.

