VorschauSTART | 01.08.2024

Tatami

Venedig 2023: Brian Award

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Tatami - 2023
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Ein weiterer beeindruckender Schrei nach Freiheit im Iran aus dem Exil. Am Beispiel einer fiktiven iranischen Judokämpferin, deren Geschichte auf wahren Begebenheiten beruht, wird hier kompromisslos um weit mehr gekämpft als nur den Weltmeistertitel, und das in erlesenen Bildern.

Leila ist iranische Judoka und hat es geschafft: Gemeinsam mit ihrer Trainerin reist sie zur Weltmeisterschaft ins georgische Tiflis, um für ihr Land anzutreten. Doch sie ist zu gut: Als sie einen Kampf nach dem anderen gewinnt und sich abzeichnet, dass sie im Finale gegen eine Israelin antreten könnte, kommt der Anruf aus der Heimat: Sie soll eine Verletzung vortäuschen, die Teilnahme abbrechen und nach Hause fahren. Andernfalls droht ihrer Familie die Verschleppung. Doch das lässt Leila nicht mit sich machen…

Schon die Ko-Regie seitens des Israelis Guy Nattiv (GOLDA) und der iranischen Schauspielerin Zar Amir (HOLY SPIDER), die hier ihr Regiedebüt gibt und gleichzeitig die Trainerin spielt, ist ein klares Statement. Gemeinsam mit der iranisch-stämmigen US-Schauspielerin Arienne Mandi in der Hauptrolle verpassen sie den wahren Geschichten um iranische Sportler, denen ein ähnliches Schicksal widerfuhr, einen zusätzlichen feministischen Touch und setzen der Unterdrückung eine starke, selbstbestimmte Frau entgegen, die alles riskiert. Unkitschig und unvergesslich.

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