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The Legend of Kaspar Hauser

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The Legend of Kaspar Hauser - 2013 Filmposter

"The Legend of Kaspar Hauser" ist auch online verfügbar.

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So sieht Kaspar Hauser im Jahr 2012 aus: Jogginghose, ein paar Turnschuhe und riesige Kopfhörer. Er wird an den Strand einer Insel geschwemmt und vom dortigen Sheriff aufgelesen. Diesen gibt Vincent Gallo, das Schauspiel-Enfant terrible aus den USA, der noch in einer zweiten Rolle zu sehen ist – als "Pusher", der den Sheriff mit Heroin versorgt. Regisseur Davide Manuli lässt die Legende vom rätselhaften Findelkind wiederauferstehen als surrealen Wahnsinnstrip, mit großartigen schwarzweiß Bildern und getrieben von den Beats des französischen Electro-Stars Vitalic. Sie sind der Herzschlag dieses Kaspar Hauser der Gegenwart, der kein Heiliger sein will oder sonstwer, sondern nur DJ.

Ganz am Anfang sehen wir Gallo komplett in Weiß gehüllt in einer Wüstenlandschaft stehen und eine Art Fluglotsen-Tanz zelebrieren, bis folgerichtig (betont billig animierte) UFOs erscheinen.
Dieser Film ist quasi selbst ein UFO, ein unidentifizierbares Film-Objekt. Wenn Kaspar ein schwarzes Kätzchen mit Waschpulver bestreut und mit ihm tanzt, wenn ihm Schaum aus dem Mund läuft, während er telekinetische Kräfte bemüht, oder wenn er mit einer Eselsmaske ausgestattet zu seiner eigenen Beerdigung gefahren wird, danach aber noch eine posthume Elektro-Party feiert, dann muss man nicht versuchen, solche Szenen zu verstehen oder gar die historische Kaspar-Hauser-Legende darin wiederzufinden, sondern kann einfach den extrem hochgeschraubten Weirdness-Factor genießen.