The Smashing Machine
Vereinigte Staaten | 2025 | FSK 12

Bei THE SMASHING MACHINE hatte man ein wenig auf einen Nachfolger von THE WRESTLER gehofft, in dem Mickey Rourke seinerzeit eine grandiose schauspielerische Leistung als alternder Wrestling-Star hinlegte. Doch THE SMASHING MACHINE ist kein Sozialdrama, sondern eher ein Biopic, das der Mixed Martial Arts-Legende Mark Kerr ein Denkmal setzen will.
Der wird gespielt von Dwayne Johnson, dem man tatsächlich die beste Performance seiner bisherigen Karriere bescheinigen kann. Und genauso wie damals Mickey Rourke wurde seine schauspielerische Leistung in Venedig nicht ausgezeichnet. Dafür erhielt Benny Safdie einen Silbernen Bären für die beste Regie.
Safdie verschweigt nicht Kerrs Drogen- und Medikamenten-Missbrauch, thematisiert oft Streitigkeiten mit seiner Freundin und legitimiert am Ende jedes Fehlverhalten, weil es zum Wohle des Sports geschieht, auch wenn am Ende Kerrs finanzielle Abhängigkeit vom Erfolg sein Leben diktiert. In grenzenloser Selbstausbeutung opfert er sein Leben diesem Sport, ohne dabei auf seine Gesundheit oder die Bedürfnisse seiner Mitmenschen zu achten. Leider ist das nicht der Schwerpunkt des Films, der immer dann, wenn es etwas tiefgründiger wird, schnell mit eingestreuten Kampfszenen wieder an die Oberfläche zurückkehrt. Die sind jedoch so gut gespielt und arrangiert, dass sie an Brad Pitt und Edward Norton in FIGHT CLUB erinnern. So gelingt Safdie ein eindrucksvolles Porträt des Mixed Martial Arts-Sportes, der sich aus vielen Kampfsportarten wie Boxen, Wrestling, Ringen u.v.m. zusammensetzt und dessen erster Superstar Mark Kerr war.


