Ungeduld des Herzens

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Ungeduld des Herzens - 2026
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Ungeduld des Herzens ist ein atmosphärisch dichtes, emotional komplexes Drama des Regisseurs Lauro Cress, das auf dem gleichnamigen Roman von Stefan Zweig basiert und in zeitgenössische Bilder übersetzt wird. In seiner ersten Langfilmarbeit lotet Cress mit großer Sensibilität die feinen Linien zwischen Mitgefühl, Erwartung und Selbstbild aus, ohne einfache Antworten zu geben.

Im Zentrum steht der junge Soldat Isaac, dessen Begegnung mit der querschnittgelähmten Edith aus einem scheinbar beiläufigen Vorfall heraus eine unerwartete Dynamik entfaltet. Ohne in konventionelle Muster zu verfallen, setzt der Film auf eine ruhige, reflektierte Erzählweise, die die Figuren in ihrer inneren Zerrissenheit zeigt, ohne zu verraten oder zu bewerten.
Visuell überzeugt UNGEDULD DES HERZENS durch einen ruhigen, konzentrierten Blick auf seine Charaktere und Orte. Die Kamera von Jan David Gunther schafft lebendige, sorgfältig komponierte Bilder, die durch atmosphärische Lichtstimmungen und Texturen getragen werden und dem Publikum Raum für eigene Wahrnehmung lassen.
Das Drehbuch von Cress und Florian Plumeyer arbeitet sensibel mit Nähe und Distanz. Figuren und Situationen bleiben oft bewusst ambivalent, wodurch Wahrnehmung und Projektion der Zuschauer gefragt sind. Dabei entwickelt der Film eine subtil gespannte erzählerische Kraft, die Themen wie Selbstverortung, Verantwortung und die versuchten Grenzen des Helfens in den Blick nimmt.
UNGEDULD DES HERZENS wurde bei seiner Premiere beim Max Ophüls Preis 2025 mit Preisen für besten Spielfilm und Auszeichnungen für die Nachwuchsdarsteller:innen geehrt und ist ein zeitgenössisches Beispiel für deutschsprachiges Autorenkino.



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