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Vatersland

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Vatersland - 2020 poster
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Filmemacherin Marie steckt in der Sinnkrise und eine Kiste voller alter Aufnahmen ihres Vaters lassen sie in die Vergangenheit reisen. Dabei wird ihr klar, dass die Fotos gerade das auslassen, was Marie in ihrer Jugend am meisten geprägt hat. In ihrem “Erinnerungsfilm” lässt Petra Seeger (“Auf der Suche nach dem Gedächtnis” über den Hirnforscher Eric Kandel), den Muff der deutschen Nachkriegszeit lebendig werden.

Wäre das Genre-Etikett Heimatfilm aus Gründen nicht so negativ besetzt, wäre dieses für “Vatersland” genau die richtige Bezeichnung. Es geht um ein deutsches Leben und eine Gesellschaft, die geprägt ist von der Vergangenheit und dem zwanghaften Wunsch des Vergessens. Es ist dann die Jugend, die Ende der 60er-Jahre mit den alten Rollenklischees und Werten aufräumen musste.

“Hübsch in die Kamera lächeln, aber keinesfalls selbst Regie führen!” Diese Erfahrung muss auch Petra Seegers Alter Ego Marie als junges Mädchen im Film machen und sich davon befreien. “Vatersland” ist vielschichtig und mutig in der Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit (die verwendeten alten Aufnahmen stammen von Seeger selbst). Inszenierung und die tolle Besetzung sind auf den Punkt und erfreulich undidaktisch. So lässt sich manchmal auch schmunzeln bei dieser persönlichen Reise in die Vergangenheit, die für einige bestimmt auch einen gewissen Wiedererkennungswert hat.

 

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