Warum ich euch nicht in die Augen schauen kann

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Im Gegensatz zu Menschen mit Asperger-Syndrom, die häufiger in Filmen und Serien porträtiert werden, sind Personen mit frühkindlichem Autismus bislang selten als Protagonisten zu sehen gewesen. Sie können meist nicht sprechen und fühlen sich ihrer eigenen Sensibilität noch viel stärker ausgesetzt. Der britische Dokumentarist Jerry Rothwell nähert sich den Besonderheiten ihrer Wahrnehmung mit filmischen Mitteln und schafft einen bislang einzigartigen künstlerischen Übersetzungsprozess.

Im Jahr 2007 erschien in Japan ein aufsehenerregendes Buch, verfasst von einem 13jährigen Jungen. Als frühkindlicher Autist schilderte er mit Hilfe von Computern und der „gestützen Kommunikation“ erstmals seine eigene Perspektive auf die Welt. Dazu gehören die Schwierigkeiten symbolischer Kommunikation und der Umgang mit sinnlicher Überflutungserfahrung. Ins Englische übersetzt wurde der Selbstbericht von David Mitchell, Autor von „Cloud Atlas“ und Vater eines autistischen Kindes. In der filmischen Adaption ging es noch stärker darum, die sensorische Qualität des Erlebens jenseits der Worte in Bildern und Szenen mit anderen Menschen teilbar zu machen. Jerry Rothwell begleitet fünf nicht sprechende Protagonisten mit unterschiedlichen Hintergründen und bringt den Zuschauern in berührender Weise eine bislang verschlossene Welt näher.

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