VorschauSTART | 20.12.2018

WestwoodPunk. Ikone. Aktivistin.

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Westwood - 2018 Filmposter
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Zu Beginn ihrer Karriere war die von der Londoner Subkultur der 1960er inspirierte Modedesignerin Vivienne Westwood eine Außenseiterin im Mode-Business. Über die Jahre eroberte die Britin jedoch die Laufstege und gewann renommierte Designpreise. Im klassisch aufgebauten Doku-Porträt „Westwood: Punk, Ikone, Aktivistin“ rekapituliert die Filmemacherin Lorna Tucker die biographischen Stationen Westwoods, spricht mit Weggefährt/innen und der Protagonistin selbst.

„Lassen Sie es einfach hinter uns bringen,“ meint Vivienne Westwood am Anfang des Films. Einwürfe dieser Art folgen im Verlauf der Doku noch häufiger. Westwood erweist sich in den Interviews als ebenso störrisch wie ihre Modeschöpfungen und kapituliert nur widerwillig vor den Fragen der Regisseurin Lorna Tucker: „Ich werde alles erzählen – es ist so langweilig.“ Die Modedesignerin ist keine leicht zugängliche Protagonistin. Auch deswegen kommt ihr das Porträt nicht sonderlich nah, liefert aber immerhin einen Überblick über ihre Biographie und die Phasen ihrer Modedesigns. Die aufschlussreichsten Szenen des Films sind dann auch jene, in denen Tucker Westwood und ihren ehemaligen Studenten und inzwischen langjährigen Mann Andreas Kronthaler bei der Entwicklung einer aktuellen Kollektion zeigt. Wie das Duo da selbst Hand anlegt, Entwürfe begutachtet, jeden Aspekt der Modenschauen zu kontrollieren versucht, erzählt von einer Lust an der Arbeit, an innovativem Design, dass sich Westwood auch mit 77 Jahren noch bewahrt hat.