WidowsTödliche Witwen

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Widows - 2018 Filmposter
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Informationen

Nach 12 YEARS A SLAVE bringt Oscar®-Preisträger Steve McQueen einen reinen Genre-Film ins Kino, ein mörderischer Actionfilm moderner Machart mit schnellen Schnitten und viel Gewalt. Doch in einem unterscheidet er sich: die Protagonistinnen sind vier Frauen, die nichts miteinander gemein haben, außer einer Schuld, die ihnen ihre bei einem misslungenen Coup getöteten Ehemänner hinterlassen haben. Sie beschließen, ihr Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und schmieden einen Komplott, um sich eine Zukunft ganz nach ihren eigenen Vorstellungen und Wünschen zu erschaffen.

Der Anfang ist schon purer Mainstream. Mit atemberaubenden Stunts und virtuoser Schnitttechnik inszeniert Steve McQueen einen professionell geplanten Überfall im heutigen Chicago, der sich kaum von einem kommerziellen Actionfilm unterscheidet. Durch eine unvorhergesehene Explosion sind alle Gangster nach zehn Minuten tot und ihre Ehefrauen sehen sich mit kaum zu begleichenden Forderungen des Auftraggebers ihrer Männer konfrontiert. Obwohl die Frauen aus völlig unterschiedlichen Ethnien und finanziellen Verhältnissen stammen und sich eigentlich nicht viel zu sagen haben, tun sie sich doch zusammen und planen einen Raubüberfall, der nicht nur ihre Schuld begleichen, sondern ihnen auch ein unabhängiges, selbstbestimmtes Leben ermöglichen soll.

Anführerin ist Veronica (Viola Davis), die unbekümmert und kriminell nicht vorbelastet, glücklich an der Seite ihres Mannes gelebt hat. Er war der Anführer des verpatzten Raubüberfall und ist nun tot. Sie hat nichts mehr, ist am Boden zerstört und beschließt weiterzuleben, ums Überleben zu kämpfen, und macht es so wie ihr Mann es gemacht hätte. Sie will den Überfall erfolgreich zu Ende bringen und muss als erstes ein Team zusammenstellen. Was läge da näher, als die Ehefrauen der anderen gestorbenen Gangster zu fragen? So entsteht eine ziemlich schräge Gang aus vier Frauen, die zwar nicht zusammen passen, aber dieselbe Situation teilen. Ihr Erlebtes, ihr Verlust und ihr eiserner Wille schweißen sie zusammen zu einer Gemeinschaft, in der jede für die andere ihre Frau steht. Am Ende erweist es sich als Vorteil, dass niemand den Frauen diesen Coup zutraut.
“Die Idee zum Film”, erinnert sich Steve McQueen, “hatte ich schon als Teenager. Damals lag ich in London bäuchlings auf dem Teppichboden vor dem heimischen Fernseher und sah die 80er-Jahre Serie ‘Widows’ von Lynda La Plante.” Damals schon hatten ihn diese Frauen, denen niemand irgendetwas zutraute und die dennoch ihr Ding durchzogen, tief beeindruckt, vielleicht sogar an seine eigene Situation als kleiner schwarzer Junge im London der achtziger Jahre erinnert. Als er dann für 12 YEARS A SLAVE nach Hollywood kam und die vielen talentierten Schauspielerinnen sah, die alle arbeitslos waren, beschloss er als nächstes einen Genrefilm nur mit Frauen zu drehen. Die Drehbuchautorin Gillian Flynn (GONE GIRL) verlegte die Handlung kurzerhand ins heutige Chicago, wo in den unterschiedlichsten Vierteln gedreht wurde, so dass die Stadt allmählich zum fünften Charakter wird. McQueen verlässt sich dabei auf seinen Chef-Kameramann Sean Bobbitt, der all seine Filme gedreht hat und in unterschiedlichsten Genres zu Hause ist, vom Kammerspiel bis zum Actionfilm. Jedenfalls gelingt es ihm, Chicago so intensiv mit in den Film einzubeziehen, wie es damals William Friedkin mit New York in FRENCH CONNECTION gelang.

So ist WIDOWS auf der einen Seite ein spannender und stellenweise brutaler Actionfilm, auf der anderen Seite aber tiefgründig verwurzelt mit seinen Charakteren und deren Lebensumfeld. Hier gibt es keine Action um der Action Willen, keine Gewalt ohne Grund, sondern hundert Prozent Frauenpower, die das Genre um die Eigenschaften Ratio und Verstand erweitert.