Wir sind Champions

AWARDS: Filmfest München 2018

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Wir sind Champions - 2018 Filmposter

Wer kennt noch die durchgeknallte Inklusionskomödie „Wo ist Fred?“ (2006) mit Til Schweiger in der Titelrolle als sportlicher Rollstuhlfahrer? Thematisch ähnlich gestrickt ist „Wir sind Champions“ über ein versehrtes Basketballteam. Die Komödie von Javier Fesser avancierte in ihrem Produktionsland Spanien zum riesigen Publikumshit – ähnlich wie „Ziemlich beste Freunde“, der französische Arthouse-Hit von 2012, dem bis heute Nachahmerfilme folgen.

Am liebsten wäre Marco (Javier Gutiérrez) Profi-Basketballer geworden, doch das vereitelte seine geringe Körpergröße (nur 1,60 Meter). Nun ist er Zweittrainer der spanischen Nationalmannschaft und ein ziemlich ätzender Typ, der alles und alle mit Häme überzieht – kein Wunder, dass seine Frau Sonia (Athenea Mata) endgültig die Nase voll hat. Dann wird Marco aus dem Verein geschmissen, betrunken beim Autofahren erwischt, zu gemeinnütziger Arbeit verdonnert. Die Sozialstunden soll er zu seinem Verdruss in einem Sportklub für geistig behinderte Menschen ableisten. Die dortigen Sportler stottern, haben Down-Syndrom, einer ist dickleibig, der Mund eines Andern steht immer weit offen, eine Wirbelsäulenverkrümmung. Anfänglich genießt nur der kluge Marin (Jesús Vidal) Marcos Respekt, alle anderen Schützlinge würde der ruppige Kerl am liebsten schnellstmöglich loswerden, denn die sind halt „nicht normal“. Trotzdem tut Marco so, als würde er die Chaoten für die anstehende Landesmeisterschaft vorbereiten. Wider Willen steigt Marco vom Saulus zum Paulus auf.