VorschauSTART | 19.05.2026

Wolken über Lützerath

Filmfestival Max Ophüls Preis 2025

Infos Vorführungen

Wolken über Lützerath - 2025

Premiere mit Gästen

mit Regisseur Lukas Reiter

Informationen

Ein Film über ein Dorf, auf das damals alle schauten. Ein Film über Wut, Widerstand, Hoffnung und eine Perspektive, die uns versichert: Lützi lebt, auch wenn das Dorf nicht mehr steht!

Lützerath, wer kennt es nicht? Das kleine Dorf, an dem 2022 alles zusammenlief, ein kurzer Moment, in dem das ganze Land auf die wenigen Häuser, die dort lebenden Menschen und den Widerstand schauten. Doch warum? Der Tagebau Garzweiler gehört dem Energieunternehmen RWE, das seit Jahrzehnten hier Braunkohle fördert. Eine ganze Region ist davon geprägt. Der Kohleausstieg ist längst beschlossen, den Schaufelradbaggern fehlt eigentlich die Perspektive, doch RWE sieht es anders. 2006 beginnen sie in Lützerath mit den Umsiedlungen, 2020 mit den Rohdungs- und Abrissarbeiten. Der Widerspruch ist enorm, der Widerstand auch. Lange bevor die Bagger dem Tagebau den Weg ebnen, zieht ein breites Bündnis von Aktivist*innen und Bürger*innen, in Absprache mit dem letzten Bewohner von Lützerath, in eben jenen Ort. Niemand wird hier freiwillig gehen, Lützerath bleibt.

Die Bilder des Widerstandes, der Polizei, der Bagger und des kleinen Dorfes an der Abbruchkante gehen durch die Presse, in ganz Deutschland und der Welt. Lukas Reiter hat diese Bilder auch. Doch sein Zugang ist ein anderer. Er will zeigen, was hier passiert, wie ein solcher Ort funktioniert, wie die Menschen hier leben und die Bewegung sich im Inneren organisiert. Sein Blick ist dabei so tief, so interessiert und umsichtig, dass es ihm gelingt die Bewegung – frei von Klischees und Vorbehalten – eindrucksvoll aufzufächern; nahbar, selbstkritisch und auch immer wieder mit einer Portion angenehmer Leichtigkeit. Dabei immer im Fokus: Blinker, Ronni und Kathrin – sie könnten unterschiedlicher nicht sein, sind sich in der Sache aber einig: für sie verläuft in Lützerath die 1,5 Grad Grenze.

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