80s Underground-Doublefeature mit Mark Reeder im Bambi

Am 20.03.2026 haben wir im Bambi die ARD-Doku AUSWÄRTSSPIEL über ein illegales Konzert der Toten Hosen 1983 in Ost-Berlin gezeigt. Zu Gast hatten wir dazu den Musiker und Musikproduzenten Mark Reeder, der das Konzert damals veranstaltete und der nach dem Film noch einige Anekdoten dazu zum besten gab, die im Film nicht vorkommen.

So erzählte er unter anderem z.B., dass er inzwischen ein Fünftel seiner Stasi-Akte einsehen durfte, die laut Behörden von der Dicke her einem Telefonbuch gleichen, und dass in diesem Fünftel immer wieder die Frage auftaucht, für wen er arbeitet. Aus den Akten geht hervor, dass die Stasi damals sogar den KGB gebeten hat, „ihren Mann beim MI5“ (britischer Geheimdienst) zu fragen, ob Mark vielleicht ein britischer Agent ist. (Mark stammt ursprünglich aus Manchester.)

Im Anschluss zeigten wir auch noch einmal den Kino-Dokumentarfilm B-MOVIE: LUST & SOUND IN WEST-BERLIN 1979-1989, in dem Mark, der zu dieser Zeit dort lebte, den Kontext seines Lebens im damaligen Underground anhand von eigenem Material erzählt. Auch hier ergänzte er die Vorstellung durch ein paar live erläuterte Hintergründe.

z.B. wie es dazu kam, dass er Nick Cave damals nach Berlin holte, dass dieser dann erstmal bei ihm wohnte und durch ihn Blixa Bargeld von den Einstürzenden Neubauten kennenlernte (woraus die Bad Seeds entstanden).