Am 20.09.2026 war Regisseur Piet Baumgartner zu Gast im Metropol, um seinen ersten Langspielfilm BAGGER DRAMA vorzustellen. Nach dem Film erzählte der Schweizer „Visual Artist“, der sonst auch Performances und Theater macht, dass der Film über zehn Jahre entstanden ist und durchaus autobiografische Züge trägt.
Auch seine Schwester ist vor zwanzig Jahren gestorben und die Erfahrungen, wie seine Familie seither versucht, damit umzugehen, wie auch die Unfähigkeit, überhaupt darüber zu sprechen, flossen direkt in den Film ein. Dabei wehrt er sich gegen die Einschätzung, dass man hier einer Familie beim Zerbrechen zuschaut: Für ihn wird die Familie eher „erwachsen.“
Zudem entstammt er einer „Mechaniker-Familie“: Die Faszination für Maschinen und der Glaube daran, dass man die meisten Probleme mit ihnen lösen kann, wurde ihm gewissermaßen in die Wiege gelegt und auch er studierte Maschinenzeichnen, bevor er sich dem Film und dem Theater zuwandte. Deshalb thematisiert er in seinen Werken immer wieder das ambivalente Verhältnis von Mensch und Maschine, wie auch hier u.a. mit dem „Bagger Ballett“ des Protagonisten.
Baumgartner liebt es, Maschinen künstlerisch zu zweckentfremden: „Wenn man sie herausholt aus ihrem eigentlichen Kontext, haben sie schnell etwas Poetisches – da reicht es schon, wenn man mit einem Bagger zum Drive-In fährt.“ Dabei war die Begegnung mit den Baggerfahrern eine positive Überraschung: „Erst heißt es immer, für sowas haben wir kein Geld. Aber wenn man den Leuten, die damit arbeiten, erklärt, was man vorhat und dass das überhaupt keinen Sinn ergibt, haben sie Spaß und machen einfach mit.“





