Am 04.02.2026 war Filmemacher Christian Frei zu Gast im Metropol, um seinen neuen Dokumentarfilm BLAME vorzustellen. Nach dem Film erzählte der gefeierte unabhängige Schweizer Dokumentarfilmer dem begeisterten Publikum, dass ihn hier die „unglaubliche Ironie“ fasziniert hatte, dass ausgerechnet die Menschen, die uns so früh vor der Pandemie gewarnt und versucht hatten, sie zu verhindern, am Ende als die Schuldigen dastanden.
Ihm ging es bei seinem Film nicht nur um den Ursprung und den Umgang mit Corona, sondern ganz generell um die Funktionsweise von Medien und Schuldzuweisung heute, die an diesem Beispiel offenkundig wird. Spätestens seit der Pandemie leben wir in seinen Augen in einer gefährlichen Ära der Desinformation, befeuert durch die neuen Medien, denen sich auch die klassischen immer mehr anpassen.
Er betonte, dass wir bei aller berechtigten Skepsis wieder zurückfinden müssen zu einem gesunden Vertrauen in die Wissenschaft, in Menschen, die sich hauptberuflich mit diesen Dingen befassen, anstatt einfach denen zu glauben, die „am lautesten schreien“. Die größte Gefahr sieht er aktuell in der permanenten Zerstreuung durch Smartphones und Social Media: Sie stehen einer tiefer gehenden Auseinandersetzung im Wege.










