Am 04.05.2026 war Darsteller Mohamed Musa zu Gast im Metropol, um den Film COTTON QUEEN vorzustellen, den ersten Kinofilm einer sudanesischen Regisseurin, der aufgrund des anhaltenden Krieges aber leider nicht im Sudan gedreht werden konnte und stattdessen kurzfristig in Ägypten realisiert wurde.
Nach dem Film erzählte Musa, dass er ursprünglich eigentlich nur als Experte für landwirtschaftliche Fragen hinzugezogen worden war, die Regisseurin in ihm dann aber auch die perfekte Besetzung für den Vater im Film sah – auch wenn er noch nie zuvor geschauspielert hatte.
Er beschreibt die matriarchale Konstellation im Film, in der er als Vater neben der Großmutter nicht viel zu sagen hat, als absolut typisch im Sudan und betont, dass die britischen Kolonialherren sich bei der Errichtung ihrer Plantagen nie in das soziale Leben der Sudanesen eingemischt hätten: Deshalb existierten so viele alte Traditionen neben der westlich geprägten modernen Landwirtschaft.
Auch die Verheiratung der Töchter sei nach wie vor gängige Praxis, v.a. an reiche Ausländer, weil es einfach viel Armut gebe im Sudan. Die Beschneidung junger Frauen gehöre zumindest im Sudan in seinen Augen aber glücklicherweise inzwischen der Vergangenheit an.









