DER TOD WIRD KOMMEN: Premiere im Bambi

Am 17.03.2026 war Regisseur Christoph Hochhäusler zu Gast im Bambi, um seinen neuen Film DER TOD WIRD KOMMEN vorzustellen. Nach dem Film erzählte er, dass die ursprüngliche Inspiration für den Film eine ganz persönliche war:

Zu der Zeit hatte er nämlich eine glücklicherweise falsche Lungenkrebs-Diagnose erhalten und das Gefühl, selber nicht mehr lange zu leben. Aus diesem Gefühl heraus erwuchs die Idee zu einem Film über einen Gangster, der in einer ähnlichen Situation reinen Tisch macht, alles um sich herum in Schutt und Asche legt, bevor er schließlich selber abtritt – alles nach seinen eigenen Regeln.

Denn gleichzeitig sollte es ein Film sein über das in Hochhäuslers Augen generell aussterbende männliche Prinzip der Dominanz, dem er in seinem Film ein weibliches Prinzip der Kooperation entgegensetzt: Die großen alten Gangsterbosse haben ausgedient und die neuen jungen, die ihnen nacheifern, haben nicht halb so viel Charakter und machen sich nur lächerlich – für Hochhäusler eine Tatsache, die sich genauso in der aktuellen Weltpolitik wiederfindet.

Der Gangsterfilm als Genre bietet für ihn dabei die reizvolle Möglichkeit, solche Ideen losgelöst von unserer alltäglichen langweiligen Sicherheit durchzuspielen – wohlgemerkt eben als Spiel: Der Gangster agiert frei und direkt und schafft handfeste Tatsachen – etwas, was die meisten von uns so, glücklicherweise, nur im Kino erleben. Auf letterboxd hat er eine Liste von Gangsterfilmen zusammengestellt, die ihn dabei inspiriert haben (klick).