Am 10.05.2026 war Regisseur Welf Reinhart zu Gast im Metropol, um seinen ersten Langfilm DER VERLORENE MANN vorzustellen. Nach dem Film erzählte er, dass er durch einen Zeitungsartikel über einen demenzkranken Mann, der seine eigene Scheidung vergessen hatte, zum Film inspiriert worden war.
Es reizte ihn, daraus eine Tragikomödie zu machen, denn in seinen Augen gab es zum Thema Demenz bislang vor allem entweder traurige Dramen oder alberne Komödien. In seinen Augen vereint jedoch die Krankheit selbst bereits beide Seiten in sich.
Um den Betroffenen in seiner Darstellung gerecht zu werden, verbrachte er viel Zeit mit der Recherche, machte sogar eine Ausbildung zum Demenzhelfer, nur um letztlich zu dem Schluss zu kommen: „Keine zwei Demenzkranken sind gleich.“ Eine Tatsache, die auch seinen Hauptdarsteller Harald Krassnitzer ein Stück weit entlastete.
Reinhart betonte jedoch auch, dass es in seinem Film nicht nur um Demenz ginge. In seinen Augen sei es „in erster Linie ein Liebesfilm,“ der die entstehende Konstellation nutzt, um ganz grundsätzliche Fragen darüber zu stellen, wie wir miteinander umgehen. Dass er dabei mit drei so erfahrenen SchauspielerInnen zusammen arbeiten konnte, die viel eigene Lebenserfahrung eingebracht hätten, bezeichnete er als „großes Geschenk.“









