Am 19.03.2026 war Regisseur Gerald Igor Hauzenberger zu Gast im Metropol, um seinen neuen Dokumentarfilm ON THE BORDER vorzustellen. Nach dem Film erzählte er, dass es vor allem das Interesse Angela Merkels für die Region im Zusammenhang mit ihre Migrationspolitik war, die ihn vor zehn Jahren auf das Thema aufmerksam machte.
Bei einem ersten Besuch 2016 vor Ort hatte er schnell den Eindruck, dass die immensen Gelder, die Deutschland damals nach Niger schickte, der örtlichen Bevölkerung überhaupt nicht zu Gute kamen, sondern allein strategisch investiert wurden, um diesen wichtigen Punkt auf der Fluchtroute Richtung Europa zu kontrollieren.
Drei Jahre später (nachdem er die Menschen vor Ort kennengelernt und eine Drehgenehmigung erhalten hatte) kam er mit der Kamera wieder und verbrachte weitere fünf Jahre vor Ort, während denen sich die Lage immer weiter verschlechterte und es schließlich zum Militärputsch kam (wodurch auch die strategischen Investitionen Deutschlands und der EU endgültig nutzlos wurden – und die Dreharbeiten zu gefährlich, um sie fortzusetzen).
Für ihn wirft die Geschichte vor allem die Frage auf, ob es dem Niger trotz all unserer offenkundig egoistischen Verfehlungen unter europäischem Einfluss nicht sogar besser ging als jetzt unter militärischer Kontrolle durch Russland. Die Option einer demokratischen Unabhängigkeit scheint es für den Niger wie für alle anderen Länder in der Sahelzone momentan leider nicht zu geben.
Letztlich müssen wir uns in seinen Augen mit der ganz grundsätzlichen Frage beschäftigen, wer wir Menschen eigentlich sind.









