SCHAM: Premiere im Bambi

Am 01.02.2026 war Regisseur Lukas Röder zu Gast im Bambi, um seinen ersten Langfilm SCHAM vorzustellen. Nach dem Film bezeichnete er diesen als „Autofiktion,“ bei der er zunächst von eigenen Erlebnissen ausgegangen sei, die er dann beim Schreiben fiktiv immer weiter entwickelt habe. Die Kernfrage war für ihn dabei: Was muss passieren, damit man mit den eigenen Eltern bricht?

Die Inszenierung in Form eines gegenseitigen Verhörs mit zwei Kameras im Splitscreen verkörpert für ihn dabei einerseits die gegenseitigen Vorwürfe. Andererseits bricht er dabei bewusst mit der Filmkonvention des Schuss/Gegenschuss-Verfahrens bei Dialogen, um auch den Zuhörenden zu zeigen: für ihn mindestens genauso spannend wie der Sprechende.

Vor allem aber reizte es ihn, mit seinem Film Tabuthemen wie häusliche Gewalt, Kindesmissbrauch, Pädophilie, Traumata und Verdrängung in der Familie anzupacken, über die in seinen Augen viel zu wenig gesprochen wird. Gefragt nach dem Dank an Rosa von Praunheim im Abspann, erzählte er, dass dieser sein „Mentor“ gewesen sei, mit dem ihn bis zu seinem Tod im Dezember 2025 eine enge Freundschaft verband.