Am 2.10.2026 war das Dokumentarfilmerpaar Ulrike Franke und Michael Loeken zu Gast im Metropol, um seinen neuen Film WATCHING PEOPLE WATCHING BIRDS vorzustellen, für den sie sich in die Welt der sog. „Birdwatcher“ begaben.
Nach dem Film erzählten sie, dass es ihnen ja immer in erste Linie um das Beobachten von Menschen und Landschaften, v.a. im Ruhrgebiet, im Wandel geht und dass es ihnen in diesem Fall letztlich um das Beobachten von Beobachtern ging. Während der Arbeiten an ihrem Vorgängerfilm hatten sie zufällig einen „Birdwatcher“, einen ‚Vogelbeobachter‘ kennengelernt und waren sofort fasziniert von dieser ganz eigenen Szene.
Schnell hatten sie das Gefühl, dass vielleicht gerade die Birdwatcher nicht zuletzt durch ihre Beobachtung des Rückgangs der Artenvielfalt den aktuellen menschengemachten Wandel der Welt dokumentieren und ganz nah dran sind. Gleichzeitig begeisterte sie diese offenkundige Sehnsucht nach Natur, die sich im leidenschaftlichen Beobachten „ganz normaler“ hiesiger Vögel niederschlägt.
Sie stellten fest, dass sie keine Naturfilmer sind – selber keine Birdwatcher, sondern eher Peoplewatcher – und entsprechend eben keine spektakulären Naturaufnahmen machen wollten, sondern bei den Menschen bleiben.
Bei ihrer Recherche stolperten sie auch über den weltbekannten Schriftsteller Jonathan Franzen, der ebenfalls ein begeisterter Birdwatcher ist, einige spannende Essays über das Thema geschrieben hat und sich schließlich bereit erklärte, am Film mitzuwirken. So dehnte sich der Schauplatz des Films immer weiter über die Grenzen des Ruhrgebiets, in dem sie sonst filmen, aus.
Wichtig ist ihnen, dass ihr Film nicht einfach nur ein Film über Birdwatcher ist, sondern eben auch ein durchaus melancholischer Blick auf den Menschen und seinen Umgang mit den anderen Bewohnern des Planeten, der gleichzeitig auch positive Beispiele zeigt.












