Acid

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Acid - 2018 Filmposter
Vorführungen
Bambi
  • Mo26.08.
  • Di27.08.
  • Mi28.08.
  • Do29.08.
  • Fr30.08.
  • Sa31.08.
  • So01.09.
  • Mo02.09.
  • Di03.09.
  • Mi04.09.
  • Do05.09.
  • Fr06.09.
  • Datum:
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Informationen

In seinem Kinodebüt „Acid“ beschreibt der bisher als Darsteller bekannte Alexander Gorchilin eine verlorene Generation junger Russen, der es zwar materiell an nichts mangelt, die aber mangels Liebe und Anerkennung emotional vollkommen verwahrlost ist. Ein bitteres Gesellschaftsporträt, hervorragend inszeniert und gespielt.

„Wenn Du springen willst, spring!“ sagt Pete gleich zu Beginn zu seinem Kumpel Vanya, der sich daraufhin vom Balkon in den Tod stürzt. Die anschließende Beerdigung gleicht einer Farce, wie auch das spätere Verhalten des Freundeskreises, denn die gehen erst einmal im Club feiern. Dort treffen sie einen Künstler, der alte Politiker-Büsten mit Säure deformiert…

In seiner existenzialistischen Attitüde und der hemmungslosen Lust am Tabubruch erinnert „Acid“ des öfteren an Brett Easton Ellis‘ „Unter Null“. Das Leben als solches ist für die Akteure bedeutungslos, Schmerz ist das einzige, was noch fühlen lässt, und es ist niemand da, der helfen kann. Die Protagonisten mäandern in ihrer Suche nach Zuneigung ziellos durch eine Welt, die sie eigentlich nicht haben will. Stilistisch ist der Film von jenem poetischen Realismus geprägt, der gerade das osteuropäische Kino auszeichnet. In wohl komponierten Bildern zeigt der Film eine kalte Welt, in der nur der Exzess kurzfristige Linderung vom Schmerz der Existenz verspricht.