Gemäß den aktuell verhängten Maßnahmen gegen die Verbreitung des Corona-Virus schließen die Düsseldorfer Filmkunstkinos voraussichtlich bis Ende März ihre Pforten. Weitere Hinweise

Pantoffel-Kino

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Pantoffel-Kino: Unsere Streaming-Angebote

Neu in dieser Woche:

In ihrem Dokumentarfilm DIE WACHE zeigt Eva Wolf auf welch schmalem Grat Polizistinnen und Polizisten in Deutschland bei jedem Einsatz wandeln. Der Film hätte eigentlich im Kino starten sollen, kommt jetzt aber in unserem Pantoffelkino heraus. Dort starten immer mehr Erstaufführungen und damit man sie besser von unserem Repertoire-Programm unterscheiden kann, werden wir sie künftig in der Reihe “Erstaufführungen on Demand” aufführen.

Auch unsere Aktivitäten in Sachen Queer Cinema haben wir in einer Reihe zusammengefasst. Unter “Queer Cinema on Demand” findet ihr künftig die Filmempfehlungen von komma, die Formate ‘QueerFilmNacht’ und ‘QueerFilmFestival’ von Salzgeber und alle weiteren Filme mit queerer Thematik. Neu in dieser Woche: BABY JANE, ARE WE LOST FOREVER und BOHNENSTANGE.

 

Aktuelle Filme neu im Pantoffelkino:

Im Lockdown untergangen ist die schräge deutsche Komödie FAKING BULLSHIT, eine Art Remake der schwedischen Komödie KOPS. Eine Polizeiwache in einer verschlafenen Kleinstadt, irgendwo in NRW, soll geschlossen werden, denn zur Verbrechensbekämpfung musste hier schon länger niemand mehr ausrücken. Als Job-Erhaltungsmaßnahme drehen die Polizisten nun selber an der Verbrechensrate.

Mit dem Drama NUR EIN AUGENBLICK ist der Kino-Debütantin Randa Chahoud zweifellos ein wichtiger Beitrag gelungen zum Thema Krieg und was er mit den Menschen macht. Im Mittelpunkt steht der junge syrische Student Karim, der auf der Suche nach seinem verschwundenen Bruder das sichere Deutschland verlässt und schließlich, eher zufällig, in die Kriegshandlungen in seiner Heimat verwickelt wird.

Mit seinem rasanten Arthaus-Action-Thriller DER SEE DER WILDEN GÄNSE ging der Chinese Diao Yinan auf dem Filmfest in Cannes leer aus. Dabei bietet diese clever konstruierte Gangster-Geschichte um einen Polizistenmord ein furioses Feuerwerk visueller Ideen, das zum Staunen einlädt.

//Kalle Somnitz

Neu & beachtenswert
Love Sarah - 2020 Filmposter
Mrs. Taylor's Singing Club - 2019 Filmposter
Lion - 2016 Filmposter
The Imitation Game - 2014 Filmposter
Valerian - 2017 Filmposter 2
Mustang - 2015 Filmposter
Ich lebe mit meiner Kunst - 2018 Poster
The Red House - 2021 Filmposter
Unsere Filmreihen
Streaming Filme A-Z

Zur Geschichte unseres Pantoffelkinos

Seit 2014 bieten wir auch Filme zum Streamen an. Damals haben wir uns dem “Kino on Demand”-Angebot der Kölner Firma Rushlake Media angeschlossen. Obwohl es eigentlich “Video on Demand” heißen müsste, sollte der Name die Beteiligung der Kinos an den Einnahmen andeuten. Für uns verlockend war die Vorstellung eines zusätzlichen Kinosaales im Netz, in dem wir Filme anbieten können, die für eine Kinovorstellung nicht mehr genügend Zuschauer anziehen würden. Das können Repertoire-Filme sein, aber auch Prolongationen aktueller Filme, die in unseren Kinos nicht mehr zu sehen sind. 

Durch Corona hat dieses Programm eine erstaunliche Aktualität bekommen. Weil die Kinos geschlossen sind oder überhaupt viel zu viele Filme Woche für Woche starten, sind wir immer wieder von Verleihern, Produzenten u.a. Filmschaffenden angesprochen worden, ob wir ihre Filme nicht wenigstens online starten können, wenn in unseren Kinos kein Platz mehr ist. Problematisch an solchen Erstaufführungen im Netz ist die Branchen-Vereinbarung eines Auswertungsfensters. Die besagt, dass neue Filme in den ersten sechs Monaten im Kino ausgewertet werden müssen. Erst dann dürfen sie auf DVD, Blue Ray oder online zugänglich gemacht werden. Auch wenn das nur eine eine Vereinbarung und kein Gesetz ist, muss sich jeder daran halten, der deutsche Filmförderung erhält und selbst die amerikanischen Majors respektieren das Fenster, weil es ein bewährtes Auswertungsmodell ist. 

Dennoch wird gerade zu Corona-Zeiten die Kritik immer lauter, dass diese Regelung veraltet, zu unflexibel und wenig zuschauerfreundlich ist. Vorwürfe, denen die Filmförderungsanstalt nachkommt und immer wieder Filme vom Fenster-Gebot befreit, gerade jetzt, wo die Kinos ohnehin geschlossen sind. Auch wir halten die Fensterregelung für zu starr. Auf der einen Seite brauchen wir diesen Schutz bei größeren Filmen, wo er eine exklusive Kinoauswertung garantiert, aber bei den ganz kleinen Filmen, für die wir oft keinen Platz haben, ist es doppelt hart, nicht auf die Spielpläne der Kinos zu kommen und auch nicht online verfügbar sein zu dürfen. Daher fordern wir ein Fenster, dass die Auswertung eines Films in den ersten sechs Monaten zusammen mit einem Kino vorschreibt, egal ob online oder auf der Leinwand.

In der Hoffnung auf eine solche Regelung in der Zukunft haben wir unser Online-Kino in ‘Pantoffel-Kino’ umbenannt, das fortan nicht nur das von “Kino on Demand” zur Verfügung gestellte Repertoire- und Prolongations-Programm, sondern auch Filmreihen wie zum Beispiel die Eine-Welt-Filmtage oder das Queer Film Festival ergänzen oder brandneue Erstaufführungen anbieten wird. //Kalle Somnitz