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Pantoffel-Kino

Online ins Kino gehen

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Pantoffel-Kino: Unsere Streaming-Angebote

Liebe Filmfreund*innen,

auch wenn wir endlich wieder Filme auf der großen Leinwand zeigen dürfen, wollen wir das Pantoffelkino quasi als zusätzlichen virtuellen Saal weiterführen, wo Sie auch zukünftig Erstaufführungen finden können, die gar nicht mehr auf die Kinoleinwand kommen oder Nachaufführungen von Filmen, die aus unserem aktuellen Programm verschwunden sind.

Diese Woche neu sind UNDINE, Christian Petzolds sehenswertes Berlin-Märchen um eine mythische Wasser-Nymphe, die uns schon im letzten Jahr aus dem Lockdown half. SHOPLIFTERS, Hirokazu Koreedas ungewöhnliches Familien-Porträt aus Tokio, das 2018 die Goldene Palme gewann und Brasiliens Oscar-Entry DIE SEHNSUCHT DER SCHWESTERN GUSMAO, der von den Sehnsüchten zweier Schwestern in Rio de Janeiro in den 1940er Jahre erzählt.
PALM SPRINGS erzählt von zwei Hochzeitsgästen, die beide in einer Zeitschleife feststecken und immer wieder dieselbe Hochzeitsfeier erleben. Der amüsante Fantasy-Spaß von Regisseur Max Barbakow kommt nicht mehr in die Kinos und ist nun als Premium-VOD in unserem Pantoffelkino zu sehen.

 

Außerdem neu:
HAPPY ENDING
MAN FROM BEIRUT
7500

 

//Kalle Somnitz

Neu & beachtenswert
Palm Springs - 2020 Filmposter
Undine - 2020
Shoplifters - 2018 Filmposter
Die Sehnsucht der Schwestern Gusmao - 2019 Filmposter
Happy Ending - 2018
Man from Beirut - 2019 Filmposter
7500 - 2019 Filmposter
In den Gängen - 2018 Filmposter
Made-in-Italy-Plakat
Porträt einer jungen Frau in Flammen - 2018 Filmposter
Booksmart - 2019 Filmposter
Yakari_Foto
Unsere Filmreihen
Streaming Filme A-Z

Zur Geschichte unseres Pantoffelkinos

Seit 2014 bieten wir auch Filme zum Streamen an. Damals haben wir uns dem “Kino on Demand”-Angebot der Kölner Firma Rushlake Media angeschlossen. Obwohl es eigentlich “Video on Demand” heißen müsste, sollte der Name die Beteiligung der Kinos an den Einnahmen andeuten. Für uns verlockend war die Vorstellung eines zusätzlichen Kinosaales im Netz, in dem wir Filme anbieten können, die für eine Kinovorstellung nicht mehr genügend Zuschauer anziehen würden. Das können Repertoire-Filme sein, aber auch Prolongationen aktueller Filme, die in unseren Kinos nicht mehr zu sehen sind. 

Durch Corona hat dieses Programm eine erstaunliche Aktualität bekommen. Weil die Kinos geschlossen sind oder überhaupt viel zu viele Filme Woche für Woche starten, sind wir immer wieder von Verleihern, Produzenten u.a. Filmschaffenden angesprochen worden, ob wir ihre Filme nicht wenigstens online starten können, wenn in unseren Kinos kein Platz mehr ist. Problematisch an solchen Erstaufführungen im Netz ist die Branchen-Vereinbarung eines Auswertungsfensters. Die besagt, dass neue Filme in den ersten sechs Monaten im Kino ausgewertet werden müssen. Erst dann dürfen sie auf DVD, Blue Ray oder online zugänglich gemacht werden. Auch wenn das nur eine eine Vereinbarung und kein Gesetz ist, muss sich jeder daran halten, der deutsche Filmförderung erhält und selbst die amerikanischen Majors respektieren das Fenster, weil es ein bewährtes Auswertungsmodell ist. 

Dennoch wird gerade zu Corona-Zeiten die Kritik immer lauter, dass diese Regelung veraltet, zu unflexibel und wenig zuschauerfreundlich ist. Vorwürfe, denen die Filmförderungsanstalt nachkommt und immer wieder Filme vom Fenster-Gebot befreit, gerade jetzt, wo die Kinos ohnehin geschlossen sind. Auch wir halten die Fensterregelung für zu starr. Auf der einen Seite brauchen wir diesen Schutz bei größeren Filmen, wo er eine exklusive Kinoauswertung garantiert, aber bei den ganz kleinen Filmen, für die wir oft keinen Platz haben, ist es doppelt hart, nicht auf die Spielpläne der Kinos zu kommen und auch nicht online verfügbar sein zu dürfen. Daher fordern wir ein Fenster, dass die Auswertung eines Films in den ersten sechs Monaten zusammen mit einem Kino vorschreibt, egal ob online oder auf der Leinwand.

In der Hoffnung auf eine solche Regelung in der Zukunft haben wir unser Online-Kino in ‘Pantoffel-Kino’ umbenannt, das fortan nicht nur das von “Kino on Demand” zur Verfügung gestellte Repertoire- und Prolongations-Programm, sondern auch Filmreihen wie zum Beispiel die Eine-Welt-Filmtage oder das Queer Film Festival ergänzen oder brandneue Erstaufführungen anbieten wird. //Kalle Somnitz