Alraune
Deutschland | 1952 | FSK 12

Talk und Film zu Hanns Heinz Ewers
mit dem Düsseldorfer Autor und "Düssel-Flaneur" Sebastian Brück
Mitglieder des Freunde des Kunstpalastes e.V. zahlen ermäßigt.
Dem Wissenschaftler ten Brinken gelingt die künstliche Befruchtung einer Prostituierten mit dem Samen eines Mörders. So erblickt Alraune das Licht der Welt – eine betörende Frau von destruktiver Gefühllosigkeit, die alle Männer, die ihr zu nahe kommen, in den Ruin treibt, bis sie sich in Frank verliebt, ten Brinkens Neffen.
Der erste deutsche Horrorfilm nach dem Zweiten Weltkrieg steht ganz in der Tradition der Schauerfilme der 1920er Jahre. Die Vorlage, der Kolportageroman ALRAUNE – DIE GESCHICHTE EINES LEBENDEN WESENS aus der Feder des umstrittenen Hanns Heinz Ewers, erschien 1911 und wurde ein Bestseller. Die Alraunen-Sage hat seit ältesten Zeiten eine magische Wirkung auf die Menschen ausgeübt. Durch H. H. Ewers‘ weltberühmten Roman hat die Sage Form und Gestalt gewonnen: seitdem wandelt das gespenstische Nachtschattengeschöpf der Alraune fast leibhaftig durch die menschliche Vorstellungswelt. Dreimal war der Roman bereits verfilmt worden, nach dem Ersten Weltkrieg und vor Beginn der Nazi-Tyrannei, bevor Arthur Maria Rabenalt den Stoff 1952 ein weiteres Mal aufgriff und eindrucksvoll mit einer absolut kalten Hildegard Knef als „Dämon Weib“, und dem großen Pionier des dramatischen amerikanischen Films, Erich von Stroheim als Professor Jakob ten Brinken, besetzte.


