Perspektiven#TalktrifftFilm

Vorführungen

Wuthering Heights: Sturmhöhe - 2026

Die Reihe Perspektiven #TalktrifftFilm schaut mit Experten aus unterschiedlichsten Bereichen hinter die Kulissen der Traumfabrik. Dabei erfährt das Publikum u. a., welche Rolle die Musik spielt, wie die Magie auf die Kinoleinwand kam, wie ein Film entsteht oder warum Musicals nicht nur auf der Bühne erfolgreich sind. Das Format verbindet Talk mit Gästen mit dem thematisch dazu passenden Film.

Februar: Emily Brontë mit Mithu Sanyal

Spätestens seit ihrem gefeierten Debütroman „Identitti“ ist Mithu Sanyal einem großen Publikum bekannt geworden. Die Journalistin und Kulturwissenschaftlerin hat ein Lebensbuch: „Wuthering Heights“ (dt. Titel „Sturmhöhe“) von Emily Brontë. Die tragische Liebesgeschichte von Catherine und Heathcliff fasziniert und begleitet sie seit ihrer Teenagerzeit bis heute. Mithu Sanyal feierte in ihrem 2022 erschienen Buch „Über Emily Brontë“ den Klassiker als postmodernen Roman des 19. Jahrhunderts, der auch für qheutige Generationen Relevanz hat. Unzählige Male wurde der Stoff verfilmt und Brontës Werk neu übersetzt wieder aufgelegt. Nun kommt Emerald Fennells Version von „Wuthering Heights“ mit Margot Robbie und Jacob Elordi in die Kinos, die schon im Vorfeld durch eine radikale Neuinterpretation des Literaturklassikers für reichlich Diskussionsstoff sorgte. Wir werden mit Mithu Sanyal und dem Publikum darüber ins Gespräch kommen, was „Wuthering Heights“ so faszinierend macht, dass es immer wieder neu gelesen und interpretiert wird. Der Talk dauert ca. 45 Min. – im Anschluss zeigen wir „Wuthering Heights“ von Emerald Fennell in der Originalfassung mit deutschen Untertiteln.

März: Soul mit Stefan Gwildis

Er ist Deutschlands bekanntester Soulbrother, der regelmäßig in ausverkaufen Sälen auftritt. Stefan Gwildis feiert inzwischen sein 50-jähriges Bühnenjubiläum.

Schon als kleiner Pimpf begeisterte sich Gwildis für die Musik, machte erste Gesangsübungen im Elternhaus, entschied sich zunächst jedoch eine Ausbildung für Fecht- und Stuntszenen am Hamburger Thalia-Theater zu machen. Anfang der 1980er begann er seine musikalische Karriere. Gemeinsam mit Rolf Claussen gründete er das Duo „Aprilfrisch“. Parallel verdiente er sich seine Sporen als Straßenmusiker und weil das nicht genug zum Leben einbrachte, verdingte sich Gwildis als LKW-Fahrer, Lagerarbeiter, Sonnenbankaufsteller oder Weihnachtsmann.
In den 90ern konnte er sich mehr und mehr auf die Musik konzentrieren. 1998 startete der Hamburger Jung schließlich mit seiner eigenen Band „The Drückerkolonne“ und dem 2000er Album „Komm’s zu nix“ als Solokünstler durch. Einem großen Publikum wurde das Nordlicht 2003 mit der Veröffentlichung von „Neues Spiel“ bekannt. Dafür hatte er Soulklassiker wie „Papa was a Rolling Stone“ eingedeutscht und traf damit genau den Geschmack des Publikums.

Als die unangefochtene „Queen of Soul“ ist sie berühmt, doch der Weg an die Spitze war steinig. Wie Aretha Franklin sich den Respekt erkämpfte, den sie als Sängerin und Person of Color verdiente, erzählt Liesl Tommy im Biopic „Respect“, das nicht nur durch die unsterbliche Musik Franklins und Hauptdarstellerin Jennifer Hudson punkten kann. Das Publikum bekommt auch einen Einblick in die Arbeit im Studio und das anstrengende Tourneeleben. Die 2018 verstorbene Soulqueen sah Hudson als würdige Darstellerin, die alle Songs im Film selbst singt.

Gemeinsam mit Stefan Gwildis tauchen wir ein in die Seele der so passend bezeichneten Soul-Music, die Künstlerinnen wie Aretha geprägt haben. Wir sprechen darüber, welche Rolle die Studiomusiker bei der Entstehung von Klassikern wie „Respect“, „Think“ oder „Natural Woman“ gespielt haben. Wie wichtig es besonders für die Black Community war und ist, über die Musik eine Stimme zu haben und wie schwer es für Aretha war, sich auch als Frau im harten Business so lange zu behaupten. // Claudia Hötzendorfer

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