Comédie Française
Frankreich | 2026 | FSK TBA

Mit ungebändigter Spielfreude und einem exzellenten Gespür für komödiantisches Timing gibt sich die (tatsächliche!) Troupe des berühmt-berüchtigten französischen Theaterhauses die Ehre und lässt einen irrwitzigen Reigen aus Pleiten, Pech und Pointen auf das Publikum los. Nicht nur die enorm hohe Gagdichte ist dabei bemerkenswert. Die Art und Weise, wie sich das Ensemble von einem Fiasko ins nächste manövriert, ist eine tiefe Verbeugung vor den Meistern des Komischen von Voltaire bis Monty Python, von Molière bis Peter Bogdanovich.
Macbeth als durchgeknallte Komödie? Nein, hierbei handelt es sich nicht um eine halsbrecherische Neuinterpretation des klassischen Stoffes am geschichtsträchtigen Nationaltheater Comédie-Française. Vielmehr sind es die in der Tat halsbrecherischen letzten drei Stunden, die der jungen Regisseurin Nina noch bleiben, um ihren Premierenabend gut über die Bühne zu bringen. Gut über oder auf die Bühne bringen lässt sich an diesem Tag jedoch rein gar nichts! Ein peinlich-pedantischer Portier oder ein über der Bühne schwebender Kinderwagen sind dabei noch das geringere Übel. Selbst die Bühnenbeleuchtung macht unmissverständlich klar, dass das absolute Chaos Einzug in die altehrwürdigen Gemäuer Einzug gehalten hat. Eigentlich Grund genug für Nina, alles abzublasen, doch in der Comédie-Française gilt ein ungeschriebenes Gesetz: die Vorstellung wird nicht abgesagt – unter keinen Umständen!


