David Hockney in der Royal Academy of Arts 2017 Filmposter

David Hockney in der Royal Academy of ArtsA Bigger Picture 2012 & 82 Portraits and One Still Life 2016

Ein größeres Bild 2012 & 82 Portraits und ein Stillleben 2016. Weithin als einer der populärsten und angesehensten britischen Künstler bekannt, ist David Hockney eine globale Sensation mit Ausstellungen unter anderem in London, New York, Paris, die weltweit Millionen von Besuchern anziehen. Auch mit 90 Jahren zeigt Hockney keinerlei Anzeichen kürzertreten zu wollen oder die ihm zu eigene Kühnheit zu verlieren. In sehr persönlichen Interviews zeigt der Film eine so noch nie zuvor gesehene Seite von Hockney und folgt dabei zwei äußerst erfolgreiche Ausstellungen, die in den Jahren 2012 und 2016 in der Royal Academy of Arts in London stattfanden. Regisseur Phil Grabsky erhielt exklusive Einblicke, um dieses cineastische Fest eines Meisters der Kreativität im 21. Jahrhundert erschaffen zu können.

In zwei Ausstellungen, die 2012 bzw. 2016 stattfanden, präsentierte Hockney nun neue Arbeiten, in „A bigger Picture“ in erster Linie Bilder seine Heimat Yorkshire, in die er nach dem Tod seiner Mutter zum ersten Mal seit langer Zeit zurückkehrte. 2016 zeigte er dann 82 Porträts von teils berühmten Freunden und Kollegen, teils aber auch Menschen aus seiner Umgebung, die er alle vor dem selben Hintergrund, alle auf einem Stuhl sitzend porträtierte.

Anlässlich der Ausstellungen führten Tim Marlow, künstlerischer Leiter der Royal Academy of Arts und die Kuratorin Edith Devaney lange Gespräche mit Hockney, in denen er über die Entwicklung seiner Technik und Motive berichtet, über die Entdeckung neuer Techniken, wie dem Malen auf einem iPad, der Abgrenzung zur Fotografie und vieles andere.

Besonders spannend ist es nun, wenn Marlow und Hockney durch die Räume der Royal Academy streifen, die ausnahmsweise vollkommen leer sind und Hockney persönlich seine Kunst erklärt. Wie eine persönliche Führung mit dem Künstler wirkt dies, gibt dem Zuschauer die Möglichkeit aus erster Hand zu erfahren, warum bestimmte künstlerische Entscheidungen getroffen wurden, diese oder jene Farbe gewählt wurde. An die Aura eines echten Museumsbesuchs reicht das zwar nicht heran, Gemälde auf der Leinwand zu sehen ist ebenso wie das betrachten eines Bildbandes nur ein Ersatz für das Original, dafür hat der Rundgang im Kinosessel den Vorteil, dass das Drängen durch die Menschenmassen einer beliebten Sonderausstellung erspart bleibt.

Quelle: programmkino.de

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