Der Geschmack von Leben 2017 Filmposter

Der Geschmack von Leben

Eine Geschichte, die polarisieren könnte, erzählt der Film von Roland Reber (Illusion), in dem er eine im Internet bloggende Sperma-Liebhaberin auf einen Roadtrip durchs Land schickt. So lässt sich auch gleich eine Parallele zum Titel dieses kleinen Roadmovies ziehen.

Dass der Geschmack des Lebens nach Ejakulat schmeckt, dessen ist sich die lebenslustige Nikki (Antje Mönning) sicher. Sie liebt das Leben. Und wie sie das Leben liebt, so liebt sie auch Sperma. Von beidem will und kann sie nicht genug haben. In einem Video-Blog, den die junge Frau betreibt, hält sie ihre aberwitzigen Erfahrungen fest. Was abends so in den Nachrichten läuft, interessiert Nikki eher weniger. Stattdessen will sie die persönlichen Lebensgeschichten „ganz normaler Leute“ sammeln und sich daraus ihre eigene, bemerkenswerte Philosophie zimmern. Also steigt sie in den Landrover und tourt quer durch Deutschland, um unterschiedliche Menschen zu interviewen. Dass sie beiläufig auch nach Männern Ausschau hält, mit denen sie Sex haben kann, muss man wahrscheinlich kaum erwähnen. Frivol wie sie ist, genießt sie ihre ungewöhnliche Reise in vollen Zügen und lässt sich dabei weder vom Gesetz, noch von der Moral abhalten. Eine gegen das Spießertum gerichtete Ode an die (sexuelle) Freiheit – avantgardistisch und mit Lust zur Provokation folgt Roland Reber seiner kleinen Rebellin bei ihren originellen Begegnungen.

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