VorschauSTART | 09.04.2026

Der Magier im Kreml

Infos Vorführungen

Der Magier im Kreml - 2025
Vorführungen
Metropol Logo 2022
  • Mi.08.04.
  • Do.09.04.
  • Fr.10.04.
  • Sa.11.04.
  • So.12.04.
  • Mo.13.04.
  • Di.14.04.
  • Mi.15.04.
  • Do.16.04.
  • Fr.17.04.
  • Sa.18.04.
  • So.19.04.
Informationen

DER MAGIER IM KREML von Olivier Assayas wurde im letzten Jahr in Cannes uraufgeführt. Hier spielt Jude Law den russischen Regierungspräsidenten Wladimir Putin und Paul Dano dessen wichtigsten Berater. Als Grundlage dient der erst 2022 erschienene Roman „Der Magier des Kreml“ von Giuliano da Empoli, der Ex-Berater der italienischen Regierung war und als politischer Sachbuchautor sein Geld verdient. Seine Figur des fiktiven Putin-Beraters Vadim Baranov ist an den realen Putin-Chefideologen Wladislaw Surkow angelehnt.

Assayas inszeniert ihn als eine Art Spin-Doktor, der uns eine Einführung in das Einmaleins der Macht gibt und erklärt, warum alle Despoten dieser Welt so an ihrem Job hängen. Denn längst ist nicht mehr Geld gleich Macht, es ist der Job, der einem diese Macht garantiert. Hat man ihn erst einmal verloren (siehe Angela Merkel) ist auch die Macht weg. Umgekehrt verfrachtet Putin seine schwerreichen Oligarchen quasi nach Belieben in den Präsidentenpalast oder, wenn sie unbequem werden, nach Sibirien. 

Assayas Film ist kein Biopic über Putins Werdegang und auch kein Film über Macht an sich. Er ist eine Reflexion über moderne Methoden der Staatsführung und den Nebel, hinter dem sie sich heute verbirgt: zynisch, betrügerisch und toxisch. Verwurzelt in realen  historischen Ereignissen, erklärt uns Paul Dano mit unschuldiger Miene die heutigen Werkzeuge der Massenmanipulation und -verzerrung, die mit einer Präzision eingesetzt werden, die einst unvorstellbar war. In diesem Sinne ist laut Assayas selbst sein Film nicht einmal ein politischer Film, sondern vielmehr ein Film über Politik – und die Perversität ihrer Methoden, die uns heute alle in Angst und Schrecken versetzen.

Galerie