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Deutschland, Österreich | 2026 | FSK 12

Wenn du krank bist, kommst du ins Lager: Karge, harte Pandemie-Dystopie, deren vielschichtig kluge Anspielungen auf aktuelle gesellschaftliche Probleme weit über eine bloße Corona-Aufarbeitung hinausgehen. Mit einer hervorragenden Nina Hoss.
Die Ärztin Hanna hat durch eine ansteckende Krankheit alles verloren. Als Infizierte ist sie Überträgerin des Virus und wird von der Gesellschaft ausgeschlossen. Hanna hat sich in die Einsamkeit der Berge geflüchtet, wo sie in der alpinen Wildnis zur Einzelkämpferin geworden ist. Als sie auf eine junge Frau trifft, die ebenfalls zu den Ausgegrenzten zählt, ändert sich alles. Hanna nimmt sich ihrer an, gemeinsam wollen sie über die Alpen nach Süden, wo ein Leben in Freiheit möglich scheint…
Regisseurin Mariko Minoguchi besinnt sich nach ihrem gefeierten Debüt MEIN ENDE, DEIN ANFANG zurück auf ihre Anfänge als Autorin von Tim Fehlbaums Öko-SciFi-Thriller TIDES und verwebt diverse aktuelle Themen zu einer düsteren Zukunft, die leider nicht undenkbar scheint. Neben den offensichtlichen Parallelen zur Covid-Pandemie begegnen uns neue rechte Bürgerwehren, die Infizierte kurzerhand “ins Lager” stecken wollen, und auf der anderen Seite Lützerath-artige Flüchtlingscamps und zwielichtige Schlepper Richtung Afrika (!). Ungewöhnliches deutsches Genrekino, obendrein durch und durch feministisch
Auf dem Hamburger Filmfest sprech THE SPOT mit Drehbuchautorin und Regisseurin Mariko Minoguchi.


