VorschauSTART | 25.08.2022

Die Farbe des Windes

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Die junge deutsche Ingenieurin Luna kommt in die französische Provinz, um dort einen Windpark zu erweitern. Die Begeisterung der Einheimischen hält sich in Grenzen bis auf den 19-jährigen Lionel, der durch sein kindlich-verrücktes Gemüt selbst ein Außenseiter ist. Unaufgeregt-poetisches französisches Erzählkino mit sozialkritischen Ansätzen, das besonders durch die lichtdurchfluteten Landschaftsaufnahmen reizt.

Es ist keine sonderlich wohlhabende Gegend in die es Luna beruflich verschlägt. Für die meisten führt kein Weg aus ihrem vorbestimmten Schicksal. Nur der junge Lionel ist anders. Wie ein verrücktes Kind rast er mit seinem Fahrrad durch die Gegend und sorgt für Wirbel. Seine Eltern – in Wahrheit seine Adoptiveltern – sind über die Frage des Windparks zerstritten. Während seine Mutter Colette dagegen ist, möchte sein Vater Guy ein Teil seines Landes verkaufen. Colette hängt sehr an ihrem Sohn und vernachlässigt durch ihre starken Verlustängsten dessen Wünsche.

Auch wenn die die Charakterzeichnung in Noël Alpis Film etwas plakativ daherkommt, überzeugen die Darstellerleistungen und die menschelnde Attitüde. Die wunderschönen Aufnahmen der Windräder, die sich wie Fremdkörper in die Landschaft schneiden, symbolisieren dabei den Geist eines Aufbruchs, der im Kontrast zum eintönigen Leben der Bevölkerung steht.

 

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