Elternschule

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Elternschule - 2017 Filmposter
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Dass es Kinder geben soll, die von Geburt an “schwer erziehbar” sind, ist eine folgenreiche Fehleinschätzung, denn menschliche Entwicklung entsteht immer aus Beziehungen. Bei ihrem stationären Aufenthalt in der psychosomatischen Jugendklinik Gelsenkirchen werden einige Familien mit der Kamera begleitet und erhalten so einen völlig neuen Blick auf die Dynamiken ihres Zusammenlebens. Entstanden ist daraus ein hochinteressanter Dokumentarfilm, der viel psychologisches Know-How vermittelt und sich nicht nur an Eltern richtet.

Schlafprobleme, Aggressionen, Essstörungen. Die Liste der Verhaltensauffälligkeiten sind lang, die Eltern der Kinder mit den Nerven am Ende. Sie wenden sich an den erfahrenen Psychologen Dietmar Langer, der seit über dreißig Jahren den Zusammenhang von Erziehung und chronischer Erkrankung untersucht. Meist ist die innerfamiliäre Kommunikation so eingespielt, dass sie sich ohne eine Außenperspektive nicht mehr auflösen lässt. Diese ist allerdings nicht dazu da, Schuldzuweisungen zu machen oder zu bewerten, stattdessen lernen die Eltern einen anderen Blick auf sich selbst und ihre Weise in Beziehungen zu stehen. Das Verhalten der Kinder erscheint plötzlich als Symptom für etwas, das zuvor noch gar nicht betrachtet worden ist – und auch Veränderung wird plötzlich möglich, wenn sie gemeinsam angegangen wird. Jörg Adolph und Ralf Bücheler gelingt ein spannender Einblick in die Praxis ganzheitlicher Erziehung, die verständlich macht, wie stark unsere Beziehungsqualität davon abhängt, wieviel wir über uns selbst wissen.