VorschauSTART | 09.07.2026

Etwas ganz Besonderes

Berlinale 2026: Wettbewerb

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Etwas ganz Besonderes - 2026
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Neuer deutscher Heimatfilm: Eva Trobisch (IVO) gelingt eine zärtliche Bestandsaufnahme in der östlichen Provinz, zwischen Denkmalpflege und Castingshow, mit glaubhaften Figuren und viel Liebe für typisch deutschen Mief.

Nichts ist mehr, wie es mal war: Leas Eltern haben sich getrennt und versuchen sich ganz modern in Patchwork, ihre Großeltern gehen mit ihrem Waldhotel, um das sich keiner mehr kümmert, langsam vor die Hunde, und gleichzeitig steigt ihrer geliebten Tante Kati der Erfolg mit ihrem kulturhistorischen Museum langsam aber sicher zu Kopf. Ausgerechnet jetzt hat ihr Vater sie auch noch bei einer Castingshow angemeldet. Gefangen zwischen Zukunft und Vergangenheit sieht Lea sich plötzlich mit der Frage des Redakteurs konfrontiert: “Was ist das ganz Besondere an Dir?”

Feinfühlig erzählt der Film von mehreren Generationen ganz normaler Leute mit ganz normalen Problemen – und eben darin liegt das ganz Besondere: Außerordentlich glaubhafte Figuren und authentisch altmodische, gerade in ihrer Kargheit anheimelnde Orte, mit viel Feingefühl eingefangen in warmen Bildern, die an private 16mm-Filme aus dem Familienalltag erinnern, lassen uns förmlich bei ihnen einziehen. Und plötzlich entpuppt sich, was oberflächlich banal erscheinen mag, als allgemeingültige Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit und dem Erzählen der eigenen Geschichte(n).

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