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Gipsy Queen

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Gipsy Queen - 2019 Filmposter
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Eine frühere Profi-Boxerin und alleinerziehende Roma-Mutter, die sich mit Gelegenheitsjobs in Hamburg durchschlägt und schließlich in der Szene-Kneipe „Zur Ritze“ auf ihren Förderer trifft: Auf den ersten Blick erinnert die Story von „Gipsy Queen“ an gängige Außenseiter-Geschichten und Boxer-Dramen. Doch der vierte Spielfilm des türkisch-stämmigen Filmemachers Hüseyin Tabak ist weit mehr als das. Der stimmige und überzeugend gespielte Mix aus Milieustudie, Familienfilm und Sport-Drama erzählt von Flucht und Ausgrenzung, unterschiedlichen Kulturen, Integration sowie dem Kampf um Respekt und Akzeptanz.

Die selbstbewusste Ali (Alina Șerban) hätte sich vor einigen Jahren nicht träumen lassen, als alleinerziehende Mutter in Hamburg zu leben und sich mit schlecht bezahlten Jobs über Wasser halten zu müssen. In ihrer rumänischen Heimat wurde sie einst als talentierte Nachwuchsboxerin gefeiert. Sechs Profikämpfe bestritt sie und alle konnte sie gewinnen. Als diejenige, die „schwebt wie ein Schmetterling und sticht wie eine Biene“ war sie der ganze Stolz nicht nur ihres Vaters sondern der gesamten Roma-Gemeinschaft. Doch als sie von ihrem Vater verstoßen wurde (Ali wurde schwanger ohne verheiratet zu sein), hing sie die Boxhandschuhe an den Nagel. Als sie in der „Ritze“ auf St. Pauli auf den abgehalfterten Boxtrainer Tanne (Tobias Moretti) trifft, wagt sie ein Comeback. Mit großer Willenskraft kämpft sie um eine bessere Zukunft für sich und ihre Kinder.