It's Never Over, Jeff Buckley
Vereinigte Staaten | 2025 | FSK 12

Einen intimen Einblick in das (Innen-)Leben eines charismatischen Musikers schenkt uns Regisseurin Amy Berg mit ihrer Dokumentation IT’S NEVER OVER JEFF BUCKLEY. Nach seiner Weltpremiere in Sundance 2024 überzeugte das Juwel auch bei seiner europäischen Festival-Premiere im letzten Jahr auf dem Filmfest Rom.
Der mit nur 30 Jahren durch einen rätselhaften Unfall 1997 ums Leben gekommene Künstler ertrank 1997 im Mississippi. Vielen ist er vor allem bekannt durch sein überaus beeindruckendes Cover des Leonard Cohen-Songs Hallelujah. Sein Debütalbum “Grace” avancierte in den neunziger Jahren zum Kult-Album der Indie-Szene, auch die Musikindustrie wurde aufmerksam. Columbia Records nahm ihn unter Vertrag, die Erwartungen waren groß. Im Zeitalter Nirvanas, die gerade den Durchbruch zum Mainstream geschafft hatten, war Buckley jedoch eher ein Unicum. Seine Idole waren Nina Simone, Nusrat Fateh Ali Khan oder Led Zeppelin.
Buckleys Mutter Mary Giobert gab für diese einfühlsame Doku nicht nur ihr Einverständnis, sondern steuerte auch bisher unveröffentlichtes Material bei, das den Film zu einem ganz besonderen emotionalen Erlebnis macht. Die Spekulationen über einen möglichen Selbstmord rissen im Laufe der Jahre nie ab, doch kurz vor seinem Tod war er glücklich, trotz der Belastung durch den Druck, sein zweites Album auf den Markt zu bringen. Interviews mit den Menschen, die ihm nahestanden, neben seiner Mutter seine Freundinnen Rebecca Moore und Joan Wasser sowie Freunde und Kollegen wie Ben Harper und Aimee Mann, ergänzen den Film mit persönlichen Statements. Nicht nur für Buckley- und Musikfans ein absolutes Highlight.


